Mittwoch, 24. März 2021

ASPI-Mitarbeiter dürfen 1,5 Stunden Arbeitszeit Kindern widmen

Die Pandemie verändert das Fürsorgesystem innerhalb der Betriebe. Angesichts der Notwendigkeit berufstätiger Eltern, Homeoffice mit dem Fernunterricht ihrer Kinder in Einklang zu bringen, erhalten die Mitarbeiter von Italiens Autobahngesellschaft ASPI das „Recht auf Abschalten“. 1,5 Stunden ihres Arbeitstages dürfen sich Arbeitnehmer der Ferndidaktik ihres Nachwuchses widmen.

Mitarbeiter der Autobahngesellschaft ASPI erhalten das „Recht auf Abschalten“. (Archivbild)
Mitarbeiter der Autobahngesellschaft ASPI erhalten das „Recht auf Abschalten“. (Archivbild) - Foto: © ANSA / Fabio Frustaci / Z23
Die Neuigkeit ist einem Abkommen zwischen dem Unternehmen und den Gewerkschaften zu verdanken. Das „Abschalterecht“ vom Homeoffice gilt täglich von 8.00 bis 13.00 Uhr. Jeder Mitarbeiter kann mit dem Unternehmen die Zeiten vereinbaren, in denen er abschaltet, um sich der Ferndidaktik seiner Kinder zu widmen. In besonderen Fällen können Mitarbeiter das Unternehmen bitten, den Fernunterricht ihrer Sprösslinge auch nachmittags betreuen zu dürfen.

In der Testphase müssen die Stunden, die dem Familienmanagement gewidmet sind, nicht nachgeholt werden. „Unsere Absicht ist es, die Arbeiter und ihre Familien zu unterstützen, indem wir in dieser besonderen Zeit neue Formen der sozialen Fürsorge im Unternehmen testen“, so der CEO von ASPI, Roberto Tomasi. Er dankte den Gewerkschaften dafür, „dass sie mit uns diese Initiative entwickelt haben, die auf nationaler Ebene einzigartig ist“.

„Wir haben für die Mitarbeiter das Recht auf Abschaltung errungen, ganz im Zeichen vom flexiblen Arbeitsmanagement, der Nachhaltigkeit und der Inklusion“, so Gian Luca Orefice, Human Capital Director von ASPI. Die Initiative ist Teil des neuen Industrieplans, der sich „stark auf die Entwicklung der Menschen konzentriert“, so Tomasi.

Auch im Kampf gegen die Pandemie ist ASPI, Betreiber eines 3500 Kilometer langen Autobahnnetzes, engagiert. So hat die Autobahngesellschaft 10 Standorte in verschiedenen italienischen Regionen zur Verfügung gestellt, in denen sowohl die Mitarbeiter als auch andere Personen geimpft werden können.

apa

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