Freitag, 10. März 2017

Astat: 2015 wurden 53 Millionen Fahrgäste in Südtirol befördert

Das Landesinstitut für Statistik (Astat) hat am Freitag Zahlen zur „Mobilität und zum Verkehr in Südtirol 2015“ veröffentlicht. Und in ihr Zahlenmaterial auch die traurigste Nachricht aus dem Jahre 2015 eingebettet.

Von den knapp 53 Millionen Fahrgästen benutzten etwa 80 Prozent einen Stadt- oder Überlandbus.
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Von den knapp 53 Millionen Fahrgästen benutzten etwa 80 Prozent einen Stadt- oder Überlandbus. - Foto: © LPA

Die Zahl der Verkehrstoten ist 2015 gestiegen. Und zwar von 32 auf 36. Es ist dies einer der zentralen Sätze, der am Freitag erschienen Astat-Publikation.

Insgesamt gab es in Südtirol 2015 1644 Verkehrsunfälle mit Verletzten oder Toten, also durchschnittlich 4,5 Unfälle am Tag. Gegenüber 2014 ist vor allem die Zahl der Verkehrsunfälle (+3,6 Prozent), aber auch jene der Verletzten (0,6 Prozent) angestiegen.

In ihrer Veröffentlichung beschreiben die Statistiker auch die infrastrukturelle Ausstattung des Landes, analysieren die Personen- und Güterbeförderung liefern Daten zum öffentlichen Verkehr mit Bus, Bahn, Seilbahn und Flugzeug.

Unterstützt wurde das Astat dabei von der Landesabteilung Straßendienst und Mobilität sowie dem EURAC-Institut für Regionalentwicklung.

Güter-Transitverkehr: Knapp 40 Millionen Tonnen passieren den Brenner

Über den Brennerpass verläuft die wichtigste Nord-Süd-Verkehrsachse der Alpen. Das transportierte Gütervolumen in Tonnen ist 2015 am Brenner fast doppelt so groß wie am Gotthard (Schweiz) und auch viel größer als an den anderen österreichisch-italienischen und französisch-italienischen Alpenkorridoren.

Diese Werte bestätigen einen Trend, der auch in den letzten Jahren schon deutlich sichtbar war. 2015 werden mit der Eisenbahn 12,7 Millionen Tonnen und auf der Straße 31,2 Millionen Tonnen Güter über diesen wichtigen Alpenübergang transportiert.

Öffentlicher Nahverkehr: Die meisten Entwertungen entfallen auf Busse

52.717.755 Fahrgäste wurden 2015 gezählt. Von diesen knapp 53 Millionen benutzen etwa 80 Prozent einen Stadt- oder Überlandbus, 18,6 Prozent den Zug und 2,1% die 5 im Verbundsystem integrierten Seilbahnen.

Eine geografische Analyse der Busfahrgäste im Jahr 2015 ergibt als Spitzenreiter die Stadtlinien von Bozen mit 30,6 Prozent aller Busfahrgäste.

Bei den Bahnhöfen ist jener der Landeshauptstadt Bozen mit durchschnittlich 5.367 Entwertungen pro Tag der Spitzenreiter, gefolgt von Meran, Brixen und Bruneck.

Straßenverkehr legt zu

Im Jahr 2015 hat der Straßenverkehr an den meisten Zählstellen im Vergleich zum Vorjahr zugenommen. Den prozentuell stärksten Anstieg beim durchschnittlichen Tagesverkehr verzeichnet die Zählstelle Plan de Gralba an der Staatsstraße 243 zum Grödner Joch (+19,9 Prozent), den stärksten Rückgang hingegen jene von Sterzing an der Brennerstaatsstraße 12 (-6,2 Prozent).

Beim Verkehr auf der Autobahn werden 2015 auf allen Abschnitten zwischen San Michele (TN) und Brenner Anstiege des Verkehrs gegenüber dem Vorjahr verzeichnet, die größten zwischen S.Michele (TN) und Neumarkt/ Auer (+4,1 Prozent) sowie zwischen Bozen Süd und Bozen Nord (+4,2 Prozent).

Die meistbefahrene Straße ist weiterhin die Schnellstraße MeBo mit durchschnittlich 37.675 täglich verkehrenden Fahrzeugen bei Frangart, gefolgt von der Staatsstraße 42, Tonale- und Mendelpass beim Pillhof und der Brennerstaatsstraße 12 bei Steinmannwald.

Auf der Autobahn dagegen werden im Abschnitt San Michele - Neumarkt durchschnittlich am meisten, nämlich 39.649, Fahrzeuge am Tag gezählt.

Wintersaison 2014/15: Seilbahnen befördern 120,8 Millionen Passagiere

Ende 2015 gibt es in Südtirol 371 Seilbahnanlagen, eine weniger als im Vorjahr. Die Förderleistung dieser Anlagen ist 2015 gegenüber dem Vorjahr leicht gestiegen und erreicht einen Wert von 522.677 Personen pro Stunde.

350 der insgesamt 371 Anlagen dienen der Beförderung von Skifahrern. Die Anzahl der beförderten Personen in der Wintersaison 2014/15 beläuft sich auf 120,8 Millionen; sie hat gegenüber dem Vorjahr wieder etwas abgenommen.

stol

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