Mittwoch, 24. Mai 2017

Astat: BIP 2016 um 1,1 Prozent gestiegen

Die zunehmende weltwirtschaftliche Dynamik stützt Südtirols Wirtschaftsleistung. Dies hat am Mittwoch das Landesinstitut für Statistik mitgeteilt. Ein Trend, der auch 2017 anhalten soll.

Das BIP ist 2016 um 1,1 Prozent gestiegen.
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Das BIP ist 2016 um 1,1 Prozent gestiegen. - Foto: © shutterstock

Im Vergleich zum Vorjahr gewann die Weltkonjunktur deutlich an Dynamik, eine Erholung, die global besser abgestützt zu sein scheint, als in den letzten Jahren.

Der Internationale Währungsfond erwartet eine Zunahme des weltweiten Wachstums von 3,1 Prozent im Jahr 2016 auf 3,5 prozent für 2017.

Auch die OECD prognostiziert ein - wenn auch leicht geringeres - Wachstum für die Weltwirtschaft.

In der Eurozone erwartet die Europäische Kommission in ihrer jüngst veröffentlichten Frühjahrsprognose für 2017 ein Wachstum von 1,7 Prozent.

Südtirol von Italien und Deutschland beeinflusst

„Südtirol wird als kleine und sehr offene Volkswirtschaft von der Konjunktur der Eurozone und insbesondere von der Konjunktur Italiens und Deutschlands beeinflusst“, schreibt am Mittwoch das Astat. Die 2 wichtigsten Handelspartner entwickeln sich allerdings nicht gleichermaßen.

Sorgen bereitet nach wie vor die wirtschaftliche Entwicklung Italiens. Das ISTAT prognostiziert für Italien ein Wirtschaftswachstum von 0,8 Prozent für 2016 und 0,9 Prozent für 2017. Damit bildet Italien das Schlusslicht der Eurozone.

Für Deutschland hingegen wird ein fast doppelt so schnelles Wachstum prognostiziert. Laut Europäischer Kommission sieht die Bundesrepublik einer positiven konjunkturellen Entwicklung von 1,9 Prozent im Jahr 2016 und 1,6 Prozent 2017 entgegen.

Vor diesem Hintergrund scheint sich die Südtiroler Wirtschaft zufriedenstellend zu entwickeln.

Positive Entwicklung im Baugewerbe

Aufgrund der vorliegenden Modellrechnungen schätzt das Landesinstitut für Statistik eine reale Wachstumsrate des Südtiroler BIP für das Jahr 2016 von 1,1 Prozent.

Bedingt durch die positiveren internationalen Wirtschaftsaussichten fällt die Prognose für 2017 höher aus. Mit den vorliegenden Daten prognostiziert das Modell für Südtirol rund 1,5% BIP-Wachstum.

Die zunehmende Dynamik der Südtiroler Wirtschaft scheint relativ breit abgestützt zu sein.

Insbesondere wird wieder eine positivere Entwicklung im Baugewerbe erwartet, und auch die Nächtigungen im Tourismus haben sich nach einem Einbruch 2014 wieder stark entwickelt.

Insgesamt scheint der Dienstleistungssektor, der 66 Prozent des Südtiroler Bruttoinlandsprodukts erwirtschaftet, wesentlich zu der stabilen positiven Wirtschaftsentwicklung beizutragen.

lpa/stol

stol