Donnerstag, 15. Februar 2018

ASTAT: BIP-Wachstumsrate zeigt nach oben

Die statistischen Daten von ASTAT belegen seit 2013 ein kontinuierliches Wachstum. Im Jahr 2016 lag die Wachstumsrate des BIP für Südtirol bei 2,2 Prozent.

Die statistischen Daten von ASTAT belegen seit 2013 ein kontinuierliches Wachstum.
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Die statistischen Daten von ASTAT belegen seit 2013 ein kontinuierliches Wachstum. - Foto: © shutterstock

Das Landesstatistikinstitut ASTAT hat - auf der Grundlage der 2016 von ISTAT und Eurostat bereitgestellten Daten - einige der wichtigsten Gesamtgrößen der gesamtstaatlichen volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung (VGR) für den Zeitraum 2007-2016 analysiert, und zwar auf gesamtstaatlicher Ebene und im internationalen Vergleich.

Krise ab 2008

Nach dem Platzen der Finanzblase in den USA, was zwischen 2008 und 2009 zu einer verheerenden Wirtschaftskrise geführt hatte, verzeichnete auch die Südtiroler Wirtschaft eine markante Stagnation des Bruttoinlandproduktes (BIP). Seit 2010 war die Wachstumsrate des BIP jedoch immer positiv, mit Ausnahme des Jahres 2013. Ab 2013, nach der zweiten Krise, die der italienischen Wirtschaft für einen länger andauernden Zeitraum sichtlichen Schaden zufügen sollte, nahm das Wachstum des BIP in Südtirol konstant zu und erreichte schließlich, im Jahr 2016, den Wert von 2,2%.

Gute Bilanz im Ländervergleich 

Für kleine, offene Wirtschaften wie die Südtirols spielt die ökonomische Entwicklung vor allem der angrenzenden Staaten eine entscheidende Rolle. Ihre positive Entwicklung war es, die die lokale Wirtschaft erheblich beeinflusst und zum Wachstum angeregt hat, während für Italien und die Provinz Trient die Rezession weiterging. Vor allem ab 2014 wuchs das Südtiroler BIP im Einklang mit der Entwicklung des BIP in Österreich, Deutschland und in der Schweiz.

Analysiert man die Daten des BIP seit 2007 und weist dabei dem Jahr 2010 den Wert 100 zu, so kann man 2 unterschiedlich schnelle Entwicklungen beobachten: auf der einen Seite die dynamischeren Volkswirtschaften Deutschlands, Österreichs und der Schweiz, auf der anderen das Trentino mit einem konstanten BIP und Italien, das sich nach dem Zusammenbruch 2013 leicht erholt hatte, aber immer noch abmühte, an die Werte vor der Krise anzuknüpfen. Um die BIP-Dynamik innerhalb der Euregio zu vergleichen, kann man die Entwicklung des BIP pro Einwohner zu Marktpreisen der letzten 10 Jahre untersuchen. Im Jahr 2016 verzeichnete Südtirol ein BIP pro Kopf von 42.500 Euro, knapp unter dem in Tirol registrierten Wert von 43.700 Euro, aber klar über jenem in der Provinz Trient von 35.000 Euro.

Investitionszunahme seit 2013

Die Investitionsdynamik erscheint besonders wichtig, weil sie das zukünftige Wirtschaftswachstum beeinflussen kann. Seit 2013 haben die Bruttoanlageinvestitionen in Südtirol sowie in den angrenzenden Ländern ständig zugenommen, während sie im Trentino weniger wurden und in Italien erst ab 2014 wieder zunahmen - und dabei jedoch immer klar unter den Werten von 2007 lagen.

Südtirol glänzt im Euregio-Vergleich 

Die Entwicklung der Bruttoanlageinvestitionen in Südtirol erscheint im lokalen Vergleich innerhalb der Euregio in einem besonders positiven Licht: im Jahr 2016 stellen die Bruttoanlageinvestitionen Südtirols 26,9% des BIP dar, die Tirols 25,3% und die des Trentino 23,9%.

lpa

stol