Mittwoch, 15. Juli 2015

Athen: Banken bleiben bis Donnerstag geschlossen

Die Banken in Griechenland bleiben vorerst zu. Das erzürnt längst nicht nur die Rentner. Aus Protest gegen neue Einsparungen sind am Mittwoch die griechischen Staatsbediensteten in einen 24-stündigen Streik getreten.

Die griechischen Staatsbediensteten streiken.
Die griechischen Staatsbediensteten streiken.

Dem Streik schloss sich das Personal der staatlichen Krankenhäuser an, das nur noch Notfallpatienten behandeln wollte.

Auch die griechischen Eisenbahnen (OSE) werden seit Mitternacht für 24 Stunden bestreikt.

Einige U-Bahn-Linien in Athen ruhten am Vormittag für drei Stunden, auch zahlreiche Apotheken blieben geschlossen. Die Gewerkschaften riefen für den Nachmittag zu Demonstrationen im Zentrum Athens auf. Am Abend waren Demonstrationen vor dem Parlament in Athen geplant.

Banken zu - Parlament muss abstimmen

Das griechische Parlament soll am Mittwochabend auf Wunsch der internationalen Gläubiger des Landes ein großes Spar- und Reformpaket beschließen und damit in Vorleistung für weitere Hilfen treten (STOL hat berichtet).

Die parlamentarische Billigung im Eilverfahren ist eine Voraussetzung dafür, dass die Kreditgeber überhaupt Verhandlungen mit Athen über neue Finanzhilfen aufnehmen.

Derweilen bleiben die banken voraussichtlich bis Donnerstag geschlossen.

dpa

stol