Dienstag, 14. Februar 2017

Athen lehnt zusätzliche Sparauflagen der Geldgeber ab

Die griechische Regierung sträubt sich gegen zusätzliche Sparauflagen ihrer Kreditgeber.

Foto: © APA/AP

Regierungssprecher Dimitris Tzanakopoulos forderte die Geldgeber – insbesondere den Internationalen Währungsfonds (IWF) und den deutschen Finanzminister Wolfgang Schäuble – am Dienstag dazu auf, realistischere Vorgaben zu machen.

Dann sei auch bis zum 20. Februar eine Einigung bei der Bewertung der Reformfortschritte in Griechenland möglich. „Die Vereinbarung, die wir aushandeln, enthält auch nicht einen einzigen Euro an neuen Sparmaßnahmen“, versprach Tzanakopoulos. In Kreisen der Geldgeber und der griechischen Opposition ist man aber skeptisch, ob eine so rasche Einigung mit den Gläubigern gelingen wird.

Die griechische Wirtschaft steckte lange in einer Rezession fest, die Arbeitslosigkeit ist so hoch wie sonst in keinem anderen Land der Euro-Zone. Zuletzt gab es unterschiedliche Signale. Die EU-Kommission traut dem schuldengeplagten Land zu, bald wieder auf einen deutlichen Wachstumskurs zu kommen. Für 2017 prognostiziert sie ein Plus von 2,7 Prozent. 2018 sollen es sogar 3,1 Prozent werden. Doch im Schlussquartal 2016 schrumpfte Griechenlands BIP überraschend um 0,4 Prozent im Vergleich zum Sommer. Von Reuters befragte Ökonomen hatten hingegen mit plus 0,4 Prozent gerechnet. Noch im Sommerquartal hatte die Wirtschaftsleistung um 0,9 Prozent zugelegt.

apa/reuters

stol