Donnerstag, 05. April 2018

Attraktive Papi-Auszeit

Kaum ein Papi nimmt sich eine Auszeit von mindestens 2 Monaten, um daheim bei den Kindern zu bleiben und bis zu 800 Euro monatlich an Landesfamiliengeld+ zu kassieren: Im Familienressort wird deshalb eine Änderung der Kriterien ins Auge gefasst. Familien-Landesrätin Waltraud Deeg ist dafür, dass künftig nicht mehr nur bis zu 800 Euro monatlich ausbezahlt werden, sondern immerhin 65 Prozent des Einkommens.

Papi-Auszeiten sollen finanziell attraktiver werden.
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Papi-Auszeiten sollen finanziell attraktiver werden. - Foto: © shutterstock

Zur Änderung der Kriterien bräuchte es einen Beschluss der Landesregierung. Ziel wäre es, im Herbst einen Vorschlag zu bringen, sagt Deeg.

Nur 118 Gesuche im Jahr 2017

Nur 118 Gesuche sind 2017 beim Land eingetrudelt, 115 Ansuchen wurden berücksichtigt: Wer während der Elternzeit noch 30 Prozent seines Gehalts erhält, dem werden 400 Euro monatlich an Landesfamiliengeld+ ausbezahlt, und wer hingegen während der Elternzeit kein Gehalt bezieht, der kassiert 800 Euro monatlich. Im Durchschnitt erhielten die Antragsteller – Papis (oder auch Mamis) insgesamt 1270 Euro. 2,4 Monate betrug die durchschnittliche Auszeit.

Attraktiveres Angebot in Arbeit

Zwar muss einem neuen Angebot immer Zeit gegeben werden, bis es bei den Bürgern ankommt – trotzdem wird bereits jetzt daran gefeilt, es attraktiver zu machen. Da das Land 2017 nur 148.400 Euro für die 115 Antragsteller ausgeben musste, „besteht kein Problem, noch etwas draufzulegen“, sagt Deeg; noch dazu, wo das Landesfamiliengeld+ mit zurückbezahlten Politikerrenten finanziert wird.

D/hof

Den vollständigen Artikel und alle Hintergründe gibt es in der aktuellen Ausgabe des Tagblatts "Dolomiten".

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stol