Dienstag, 30. Juli 2019

AUA zum Halbjahr tiefrot trotz Gewinn im 2. Quartal

Die Austrian Airlines (AUA) haben im 2. Quartal heuer zwar wieder schwarze Zahlen eingeflogen, bleibt nach dem hohen Minus im 1. Quartal zum Halbjahr aber weiter in den roten Zahlen. Der operative Gewinn (angepassetes EBIT) von 46 Millionen Euro von April bis Juni in Höhe hat den Verlust aus den ersten 3 Monaten in Höhe von 99 Mio. Euro nicht kompensiert, teilte Austrian Airlines Dienstagfrüh mit.

Verluste aus erstem Quartal konnten nicht ausgebügelt werden Foto: APA
Verluste aus erstem Quartal konnten nicht ausgebügelt werden Foto: APA

Zum Halbjahr weist die österreichische Lufthansa-Tochter daher ein negatives (angepasstes) EBIT in der Höhe von 53 Mio. Euro aus (EBIT: 54 Mio. Euro). Im Vergleichszeitraum des Vorjahres lag dieser Wert - wenn auch gering, aber immerhin - mit 5 Mio. Euro im Plus. Das (angepasste) EBIT lag im zweiten Quartal des Vorjahres schließlich deutlich heuer. Es hatte sich auf 78 Mio. Euro belaufen. Im Periodenvergleich brach der Gewinn somit um 41 Prozent ein.

Aktuell positiv ausgewirkt hätten sich Investitionen in die Flotte und ins Service. Denn die Passagierzahl stieg um 6 Prozent oder 375.000 Menschen auf 6,7 Millionen Reisende, teilte die AUA mit.

Aber nicht nur der Gewinn ist in den tiefroten Bereich gerutscht. Auch der Umsatz ist gesunken. Er beläuft sich nach sechs Monaten im Jahr 2019 auf 982 Mio. Euro, nachdem es vor einem Jahr noch 1,008 Mrd. Euro gewesen waren.

”Der starke Ergebnisrückgang ist im Wesentlichen auf zwei Faktoren zurückzuführen”, sagt AUA-Finanzvorstand Wolfgang Jani. Er verweist auf „die Billigflieger-Schwemme in Wien und gestiegene Kerosinkosten”.

Helfen soll der im Jänner angekündigte Flottenumbau. „Der Ausbau unserer Airbus-Flotte wird uns im Wettbewerb mit den Billigfliegern helfen”, hofft Jani. „Denn die Jets erhöhen den Kundenkomfort. Die Änderung der Flottenstruktur wird sich aber auch positiv auf unsere Stückkosten auswirken, da wir mit weniger Flugzeugen mehr Plätze anbieten können.”

Die AUA rechnet aber trotzdem mit einem „schwierigen Jahr 2019. Wir werden positiv sein, aber deutlich unter Vorjahr”, kündigt Jani fürs Gesamtjahr 2019 an. Das begründet er ebenso mit dem harten Wettbewerb mit Low-Cost-Carriern und dem Kerosinpreis. 2018 hatte Austrian Airlines ein (angepasstes) EBIT von 83 Mio. Euro erwirtschaftet.

apa

stol