In einer Presseaussendung am Montag erinnerte Bischof Ivo Muser an die Generalaudienz von Papst Franzsikus wenige Tage vor dem Hochunserfrauentag. In dieser hatte der Papst betont, dass der Mensch kein Sklave der Arbeit sein dürfe.„Die Zeit der Erholung, vor allem am Sonntag, dient unserem Wohl“, hatte der Papst darin klargestellt. Der „Drang zu konsumieren“ lasse den Menschen am Ende müder zurück als vorher. „Die Zeit des Festes ist heilig, weil in ihr Gott auf besondere Weise wohnt.“Eine Bitte an Kaufleute, Politiker und PrivateSchon seit Jahren erfolge eine „schleichende und zunehmend unwidersprochene Aushöhlung und Abwertung unserer Sonntags- und Feiertagskultur“, meint auch der Bischof in seiner Mitteilung an die Medien. Am Hochunserfrauentag am Samstag waren viele Geschäfte in Südtirol offen geblieben.Vor diesem Hintergrund richtete sich der Bischof nun mit einer Bitte an Kaufleute, Politiker und Privatpersonen: Sonn- und Feiertage stellten einen unschätzbaren Wert dar. Diesen gelte es wiederzuentdecken und zu schützen – auch gegen Widerstände und Privatinteressen, meint Bischof Ivo Muer. Dies komme am Ende der gesamten Gesellschaft zugute.Am Ende seines Schreibens richtete der Bischof seinen aufrichtigen Dank an all jene, die „gegen den Strom schwimmen und auch bewusst Nein sagen zu dieser Entwicklung“.stol