9 Wirtshausbrauereien gibt es mittlerweile in Südtirol, allesamt im Innovationszentrum TIS unter einem Netzwerk vereinigt. Doch leichten Stand haben sie nicht. Es ist nämlich nicht nur der Wein, der den Wirtshausbieren zu schaffen macht.Laut Studie ist Forst das mit Abstand bekannteste und beliebteste Bier in Südtirol. Was die Studie daher aufzeigt: der Bekanntheitsgrad der Wirtshausbiere ist verbesserungswürdig.In diesem Zusammenhang stechen zwei Zielgruppen heraus, die von den Wirtshausbrauereien sehr gezielt erobert werden könnten: Frauen und die Altersgruppe der über 55-Jährigen. Dies geht aus einer Studie von Anna Marsoner hervor. Die 27-jährige hat sich in ihrer Masterarbeit mit Positionierung und Potenzial der Spezialitätenbiere beschäftigt.Interessant: „Grundsätzlich ist Bier bei Frauen gar nicht so unbeliebt“, sagte Marsoner am Donnerstagvormittag bei der Vorstellung der Studie. In der Tat gaben 67 Prozent der befragten Frauen an, Bier zu trinken. Mit den Wirtshausbieren haben Frauen aber noch Berührungsängste.Biertrinken als Erlebnis„Ich glaube, dass das Trinken unserer Biere ein Erlebnis sein muss“, sagt Bobo Widmann, Präsident der Südtiroler Wirtshausbrauereien. „Bier als Aperitif kann beispielsweise in anderen Gläsern dargeboten werden, als ein Bier, das Mann oder Frau zum Essen trinkt“, so Widmann.Auch Verkostungen von Bier, bei denen die Besonderheiten – wie Zutaten oder Brauverfahren – erläutert werden, könnten Frauen die Wirtshausbiere als hochwertiges Genussgetränk näher bringen.Die Masterarbeit legt auch offen, dass Personen über 55 Wirtshausbiere nicht kennen. Hier heißt es: mit Tradition punkten. Menschen über 55 sind oft sehr traditionsbewusst und legen Wert auf den regionalen Ursprung der Biere; also liegt hier möglicherweise ein Zugang zur Zielgruppe, so Marsoner.sor/D