Montag, 22. Februar 2021

Auf der Baustelle sicher vor Corona

Die Bauwirtschaft in Südtirol sorgt gegen Corona vor: Das Kollegium der Bauunternehmer, die Sektion Anlagenbau des Unternehmerverbands, der CNA-SHV und der lvh haben gemeinsam mit den Gewerkschaften eine Erhöhung der Sicherheitsvorkehrungen und die Schaffung von zusätzlichen Sicherheitsangeboten vereinbart.

Maurizio Lazzarini (Sektion Bau CNA, von links), Hannes Mussak (SWR), Michael Auer (Baukollegium), Hubert Gruber (Baugruppe im lvh), Claudio Corrarati (CNA), Martin Haller (lvh), Friedrich Oberlechner (ASGB), Maurizio D'Aurelio (UIL / SGK), Albert Obrist (UVS), Michael Raveane (CISL / SGB ) und Irmgrad Gamper (CGIL-AGB).
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Maurizio Lazzarini (Sektion Bau CNA, von links), Hannes Mussak (SWR), Michael Auer (Baukollegium), Hubert Gruber (Baugruppe im lvh), Claudio Corrarati (CNA), Martin Haller (lvh), Friedrich Oberlechner (ASGB), Maurizio D'Aurelio (UIL / SGK), Albert Obrist (UVS), Michael Raveane (CISL / SGB ) und Irmgrad Gamper (CGIL-AGB). - Foto: © manuelatessaro.it
Die Sicherheit und der Gesundheitsschutz von Unternehmen und Mitarbeitern auf Baustellen haben seit Ausbruch von Covid-19 höchste Priorität. Bereits im Frühjahr 2020 haben die Sozialpartner umfangreiche Sicherheitsprotokolle sowie Handlungsanweisungen ausgearbeitet, um geschütztes Arbeiten möglich zu machen. Die epidemiologische Situation hat sich jetzt nochmal verschärft. Entsprechend wurde auf diese Notwendigkeit reagiert.

Kurzerhand haben lvh, CNA-SHV, das Südtiroler Baukollegium, die Sektion Anlagenbau des Unternehmerverbands und die Gewerkschaften CGIL-AGB, UIL-SGK, SGB-CISL und der ASGB zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen beschlossen. Konkret sind dies Möglichkeiten für Unternehmen, wöchentliche Tests durchzuführen, der Einsatz von mobilen Teststationen, Contact-Tracing innerhalb der Betriebe, die Verstärkung von Beratungs- und Sensibilisierungsoffensiven durch die Sicherheitsexperten der bilateralen Körperschaft sowie Sensibilisierungskampagnen von Verbänden und Gewerkschaften.

„Die Einhaltung der Sicherheits- und Hygienemaßnahmen ist für die Gesundheit am Arbeitsplatz unerlässlich. Vor allem durch regelmäßiges Testen kann die Verbreitung des Virus sofort eingeschränkt werden und in diese Vorkehrung wollen und müssen wir nun investieren“, schreiben die Arbeitgeber- und Arbeitnehmerverbände.

Dass die Ansteckungsgefahr bei der Arbeit auf Baustellen gering sei, zeige ein Beispiel eines Südtiroler Bauunternehmens. „Dieses ließ kürzlich sämtliche eigene Mitarbeiter sowie alle Mitarbeiter anderer auf der Baustelle tätigen Unternehmen, insgesamt 250 Personen, testen und erhielt kein einziges positives Testergebnis.“ Auf Baustellen werde ein Großteil der Arbeiten im Freien und meistens in mehr als 3-Meter-Abständen ausgeführt. Die Ansteckungsgefahr sei deshalb gering.

Großen Wert legen die Beteiligten auf die Sensibilisierung zur Einhaltung aller Sicherheitsvorschriften. Dazu sollen Kampagnen gestartet werden. Zudem ist auch der Einsatz von mobilen Teststationen angedacht, die durch das Land fahren und Baustellen besuchen. Dort soll die Möglichkeit der freiwilligen Testung vor Ort angeboten werden.

„Wir nehmen unsere Verantwortung sehr ernst und möchten unseren Beitrag für sicheres Arbeiten auch in Zukunft leisten. Es ist im Sinne der Unternehmen und der Mitarbeiter, dass die wirtschaftlichen Tätigkeiten im Bausektor aufrechterhalten werden können.“

stol