Dienstag, 29. September 2015

Auf der Plose wird wieder gebaut: Ja zur neuen Kabinenbahn

Das Aus des Winterbetriebes auf dem Skiberg Plose scheint nun definitiv abgewendet. Es wird nämlich wieder investiert und modernisiert. Dem Vorhaben der Plose Ski AG, die beiden bestehenden Dreiersessellifte auf die Pfannspitze durch eine einzige Kabinenbahn zu ersetzen, hat die Landesregierung am Dienstag zugestimmt. Zudem will sie das Vorhaben finanziell unterstützen.

Am Skiberg Plose wird wieder gebaut. Es kommt eine neue Kabinenbahn bis hoch auf die Pfannspitze.
Badge Local
Am Skiberg Plose wird wieder gebaut. Es kommt eine neue Kabinenbahn bis hoch auf die Pfannspitze.

Es geht wieder aufwärts auf der Plose. Nachdem das Vorhaben der direkten Seilbahnanbindung Brixen-Plose gescheiret war, zogen dunkle Wolken über den Eisacktaler Skiberg. Doch die scheinen nun vergessen. Noch Ende August hatte der Verwaltungsrat der Plose Ski AG den Beschluss zum Rückbau des Winterbetriebes widerrufen und die Absicht bekräftigt, den Winterbetrieb auf der Plose weiterzuführen. 

75 Prozent kommt vom Land

Nun wird wieder gebaut - und das mit Unterstützung des Landes.

"Wir haben heute für das Projekt den gesetzlich vorgesehenen maximalen Investitionsbeitrag von 75 Prozent beschlossen", erklärte nach der Regierungssitzung Landeshauptmann und Wirtschaftslandesrat Arno Kompatscher. Er fügte allerdings hinzu: "Die Umrüstung ist wichtig für die weitere touristische Entwicklung der Plose auch als Winterskigebiet."

Das Vorhaben, die beiden bestehenden Dreiersessellifte auf die Pfannspitze durch eine einzige Kabinenbahn zu ersetzen, soll nicht nur für die Gemeinde Brixen, sondern für das gesamte Einzugsgebiet der Plose einen erheblichen Mehrwert bringen, und dies sowohl aus touristischer, als auch aus gesamtwirtschaftlicher Sicht.

Auch im Sommer nutzen

"Im Winter bietet die geplante rund zwei Kilometer lange Bahn durch Witterungsschutz eine bequeme Transportmöglichkeit, aber auch im Sommer ist die Bahn gut für Wanderer nutzbar, während die derzeitigen Lifte nur von Skifahrern genutzt werden können", erklärt Mobilitätslandesrat Florian Mussner.

Mit dem Bau der Bahn wird laut Mussner die Brixner Fraktion Afers aufgewertet, denn sie stellt künftig für die Ortschaften Afers und Hinterafers die eigentliche Verbindung zum Skigebiet dar.

Wie der Landesrat erklärt, sollen so Betriebskosten verringert und die Wirtschaftlichkeit vergrößert werden. "Außerdem verbessert sich das Landschaftsbild, weil es bei einer Kabinenbahn wesentlich weniger Stützen braucht, als bei Sesselliften und so aus zwei Aufstiegsanlagen eine wird", sagt Mussner.

stol/lpa/ker

stol