Samstag, 26. September 2015

Aufseher einigen sich auf Kapitalpuffer-Regeln für Großbanken

Die internationalen Bankenaufseher haben sich auf Maßnahmen zur Vorbeugung von verheerenden Pleiten in der Finanzbranche geeinigt. Ein entsprechender Entwurf wurde am Freitag vom Finanzstabilitätsrat (FSB) der wichtigsten Industrie- und Schwellenländer bekanntgegeben.

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Demnach sollen Großbanken im Finanzsystem nicht wieder eine so große Bedeutung erlangen, dass sie sich im Krisenfall auf kostspielige Rettungsaktionen der Staaten verlassen können. Dazu wird ihnen auferlegt, sich mit ausreichend Eigenkapital und Anleihenbesitz abzusichern.

Diese Kapitalpuffer-Anforderungen sind unter dem Schlagwort TLAC (Total Loss-Absorbing Capacity) bekannt. Sie gelten als das letzte große Reformvorhaben nach der Finanzkrise 2007 bis 2009.

TLAC ist ein Mindeststandard, der für fast alle 30 großen Geldhäuser gelten soll, die der FSB bereits als weltweit systemrelevant eingestuft hat. Dazu zählen etwa Goldman Sachs, die Deutsche Bank und die britische HSBC. Bis zum Gipfel der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer (G-20) im November sollen die neuen Regeln endgültig ausgearbeitet und mit einem Zeitplan versehen werden.

apa/reuters

stol