In Termini Imerese wurde bisher das Modell Lancia Ipsilon produziert. 350 Autos pro Tag wurden hergestellt.Die Fiat-Mitarbeiter wurden noch bis Jahresende auf Kurzarbeit gestellt. Danach beginnt für sie eine ungewisse Zukunft. Zwar will der Konzern DR Motors die Fabrik übernehmen und dort Lowcost-Autos zusammensetzen, noch unklar ist jedoch, ob er die komplette Belegschaft übernimmt, berichteten italienische Medien. Gespräche sind allerdings noch mit den Gewerkschaften im Gange.Eine Versammlung der Belegschaft fand am Donnerstag vor dem Eingang der Fiat-Produktionsanlage in Termini Imerese statt, an der sich auch der Chef der Metallgewerkschaft FIOM Maurizio Landini beteiligte. „Heute ist ein Trauertag für die italienische Industrie“, kommentierte die Mitte-links-Partei „Italia dei Valori". „Erst vor drei Jahren hatte Fiat in dieser Region Investitionen von 100 Mio. Euro und die Produktion des neuen Lancia Ipsilon-Modells angekündigt, doch die Wahrheit ist eine andere. Marchionne hat längst beschlossen, sich aus Italien zurückzuziehen“, sagte IDV-Sprecher Maurizio Zipponi.Die Metallgewerkschaft FIOM droht mit einem Streik gegen Fiat, der ab 1. Jänner 2012 alle in seinen italienischen Produktionswerken geltenden Betriebsvereinbarungen auflösen wird. Ziel des Unternehmens ist, auf Fabrikebene neue Verträge einzuführen. Neben FIOM fordern auch andere Metallgewerkschaften ein Treffen mit dem Fiat-Management, das am kommenden Dienstag in Rom stattfinden soll.Die Gewerkschaften protestieren, dass Fiat mit der Auflösung der Betriebsvereinbarungen der Belegschaft schlechtere Arbeitsbedingungen und Löhne aufzwingen wolle. Die Auflösung der Verträge ist eine Folge des zu Beginn 2012 geplanten Austritts von Fiat aus dem Arbeitgeberverband Confindustria, den der Konzern im Oktober angekündigt hatte.apa