Der Staatsrat in Rom hat den Ortler-Ronda-Plänen der Seilbahnen Sulden einen dicken Strich durch die Rechnung gemacht. Die entsprechenden Beschlüsse der Landesregierung bzw. Gemeinden für die Umsetzung wurden per höchstrichterlichem römischen Urteil annulliert.<BR /><BR />Hintergrund ist, dass sich eine Reihe von Umwelt- und Naturschutzverbänden bereits vor Jahren gegen die Rondapläne ausgesprochen hatten – dabei geht es um die Errichtung der Hintergratbahn bzw. von Pisten und um den Zusammenschluss der diversen Lifte in Sulden. <BR /><BR />Das Bozner Verwaltungsgericht hatte den Rekurs der rund ein Dutzend Natur- und Umweltschutzverbände vor 3 Jahren noch abgelehnt; damals hatten die Befürworter gehofft, das Projekt umsetzen zu können. <BR /><BR />Dann allerdings folgte ein Rekurs vor dem Staatsrat in Rom und dieser hat die Einwände nun gutgeheißen. Im Urteil wird unter anderem auf eine fehlende strategische Umweltprüfung verwiesen. Kritikpunkt der Umweltverbände war vor allem, dass die geplanten Eingriffe im Nationalparkgebiet durchgeführt werden sollten. Auch wurde z. B. betont, dass der Landesskipistenplan nur leichte Anpassungen erlaube.<BR /><BR /><b>Erich Pfeifer</b> (im Bild), der Präsident der Seilbahnen Sulden, sagte den „Dolomiten“ gestern, dass er sehr enttäuscht sei. Das sei ein Rückschlag für die Entwicklung des Skigebietes bzw. die gesamte Ortschaft Sulden. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="887723_image" /></div> <BR /><BR /><BR /><BR /><BR /><BR /><BR /><BR />Pfeifer erinnert daran, dass man im Zuge des Projektes auch an ein autofreies Sulden gedacht habe und dass man das Vorhaben daher als nachhaltig hätte bezeichnen können. Der Präsident ärgert sich auch darüber, dass im Nationalparkgebiet vieles verboten oder nur erschwert möglich sei, was außerhalb ohne weiteres umgesetzt werde und dass man auf diese Weise Wirtschaft und Tourismus beeinträchtige. <BR /><BR /><BR />Der Stilfser Bürgermeister <b>Franz Heinisch</b> (im Bild) zeigte sich gestern ebenfalls schwer enttäuscht. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="887726_image" /></div> <BR /><BR /><BR /><BR /><BR /><BR /><BR />Man habe in Sulden über Jahre an dem Rondakonzept gearbeitet, es wäre für die langfristige Entwicklung von Sulden sehr wichtig gewesen. „Das ist für uns jetzt nicht gut“, sagte Heinisch und kündigte an, die Flinte nicht ohne weiteres ins Korn werfen zu wollen. Man werde nun mit allen Beteiligten reden und schauen, ob und was man in Sachen Ronda noch machen könne.