Donnerstag, 11. August 2016

Aussicht auf Ende der Ölschwemme lässt Rohöl-Preise steigen

Spekulationen auf ein baldiges Abflauen der Ölschwemme hat den Preisen für Rohöl am Donnerstag Aufwind verliehen. Die richtungsweisende Nordseesorte Brent verteuerte sich um 2,8 Prozent auf 45,30 Dollar (40,5 Euro) je Barrel (159 Liter). US-Leichtöl WTI gewann ebenfalls 2,8 Prozent auf 42,87 Dollar. Das waren die höchsten Preise seit einer Woche.

Die Erdöl-Preise steigen an.
Die Erdöl-Preise steigen an. - Foto: © APA/EPA

Die Internationale Energieagentur (IEA) prognostizierte für das dritte Quartal zum ersten Mal seit zwei Jahren einen Rückgang der Ölreserven. In ihrem monatlichen Bericht erklärte die IEA, in der zweiten Jahreshälfte sei mit keinem Überangebot zu rechnen. Zudem heizten Aussagen des saudi-arabischen Ölministers Spekulationen über eine mögliche Fördergrenze an. Saudi-Arabien, einer der größten Ölproduzenten der Welt, werde den Ölmarkt beobachten und wenn nötig mit anderen erdölexportierenden Ländern Maßnahmen ergreifen, um die Märkte zu stabilisieren.

Preise waren vor kurzem deutlich niedriger

Am Mittwoch waren die Rohölpreise noch deutlich gefallen, nachdem offizielle Angaben einen überraschenden Anstieg der Rohölbestände in den USA zeigten. Zudem hatte Saudi-Arabien im Juli so viel Öl wie nie zuvor gefördert und damit die Produktion des OPEC-Verbunds kräftig nach oben getrieben. Im Sommer 2014 hatte ein Fass Nordseeöl noch mehr als 100 Dollar gekostet. Danach waren die Preise massiv gefallen – bis auf weniger als 30 Dollar je Fass im Jänner dieses Jahres.

apa/reuters

stol