Sonntag, 01. Juli 2018

Australien geht gegen Einweg-Plastiktüten vor

Im Kampf gegen Plastikmüll sind in Australien seit Sonntag weitere Verbote gegen Einwegtüten in Kraft.

Die Bundesstaaten Queensland und Western Australia untersagen es Läden, dünne Plastiktüten mit einer Dicke von weniger als 0,035 Millimetern anzubieten.
Die Bundesstaaten Queensland und Western Australia untersagen es Läden, dünne Plastiktüten mit einer Dicke von weniger als 0,035 Millimetern anzubieten. - Foto: © shutterstock

Die Bundesstaaten Queensland und Western Australia untersagen es Läden, dünne Plastiktüten mit einer Dicke von weniger als 0,035 Millimetern anzubieten. Bei Verstößen droht eine Strafe von umgerechnet bis zu 4000 Euro.

Damit sind nun in ganz Australien mit Ausnahme des Bundesstaats New South Wales solche Einschränkungen in Kraft. Zudem wollen 3 der größten Supermarktketten des Kontinents – Woolworth, Coles und IGA – freiwillig keine Einweg-Plastiktüten anbieten.

Mehrfach nutzbare Plastiktüten weiterhin verfügbar

Mehrfach nutzbare, dickere Plastiktüten bleiben in Australiens Supermärkten weiterhin verfügbar. In Deutschland werden Plastiktüten deutlich weniger verwendet, seit sie nicht mehr gratis zu haben sind und viele große Handelsketten sie völlig abgeschafft haben.

Nach Angaben der Umweltschutzorganisation Clean Up Australia landen jedes Jahr 5 Milliarden Plastiktüten bei Konsumenten. Australiens Parlament hat sich vergangene Woche für ein Verbot von anderen Einweg-Plastikprodukten wie Kaffeebechern und Essensbehältern ausgesprochen.

dpa

stol