Obmann Adalbert Braunhofer begrüßte alle anwesenden Ehrengäste und die Mitglieder der Genossenschaft. Rainer Marschall, seit 1. Jänner Geschäftsführer der Genossenschaft, präsentierte die Bilanz mit großer Genugtuung, da für das Jahr 2023 ein gutes Geschäftsergebnis erzielt werden konnte.<BR /><BR />Es sei dem Milchhof Sterzing gelungen, seine Marktposition weiter zu verbessern und den Umsatz auf 126,7 Millionen Euro zu steigern. Der Auszahlungspreis an die Mitglieder 2023 ist so hoch wie noch nie. „Demzufolge war die Stimmung bei den Mitgliedern sehr positiv“, so die Genossenschaft. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1023498_image" /></div> <BR /><BR />Im vergangenen Jahr wurden im Milchhof Sterzing 57,5 Millionen Kilogramm Milch angeliefert. Davon entfallen rund 8,7 Millionen Kilogramm auf die Bioheumilch, 4,3 Millionen Kilogramm auf die Heumilch und 44,5 Millionen Kilogramm auf die klassische Qualitätsmilch. Damit war die Zulieferung leicht rückgängig.<h3> Joghurtmarkt im Steigen</h3>Der Joghurtmarkt in Italien ist seit dem letzten Jahr wieder im Steigen. Vor allem das Primärsegment, in dem der Milchhof Sterzing agiert, – das Segment des Vollmilchjoghurts – wächst wieder. Der Milchhof Sterzing hat einen Marktanteil von 11 Prozent am gesamten Joghurtmarkt Italiens und ist somit auf Platz 4, nach Müller, Danone und den Privat-Labels.<BR /><BR />Der Milchhof Sterzing dominiert auch weiterhin den Biojoghurtmarkt in Italien. Mit 34,4 Prozent Marktanteil liegt dieser noch weit vor den Handelsmarken oder dem ehemaligen Platzhirschen Scaldasole.<BR /><BR />„Die Marke Sterzing hat mittlerweile einen sehr großen Wert und ist aus Italien nicht mehr wegzudenken. Zu verdanken ist das unter anderem der guten Verkaufsmannschaft, die immer wieder am Markt dafür kämpft, gute Umsätze zu erzielen“, betonte Rainer Marschall.<h3> Beste Milch des Bezirkes stellte Walter Holzer</h3>Es folgten die Grußworte der Ehrengäste. Unter ihnen waren der Hausherr und Bürgermeister von Sterzing, Peter Volgger, der Landesrat für Landwirtschaft, Luis Walcher, der Obmann des Südtiroler Bauernbundes, Daniel Gasser, der Amtstierarzt des Bezirkes Eisacktal, Dr. Heinz Kluge, und der Obmann der Genossenschaft Brixen Brimi, Klaus Faller.<BR /><BR />Anschließend wurden die ersten 20 Mitglieder mit der besten Milchqualität des Jahres 2023 von Annemarie Kaser, Direktorin des Sennereiverbandes, dem Landesrat Luis Walcher und von Adalbert Braunhofer prämiert. Qualitativ die beste Milch des Bezirkes stellte Walter Holzer, Schmiller (Brenner).<h3> Thema Manipulationsvorwürfe</h3>Nur ganz am Rande Thema waren bei der Milchhof-Versammlung die Manipulations-Vorwürfe einer Gruppe von Milchbauern. Sie waren vor knapp 2 Jahren aus der Genossenschaft ausgetreten. <BR /><BR />Weil ihr Bestand an Großvieheinheiten für die Vorgaben zur flächenbezogenen Milchproduktion zu hoch war, drohten ihnen Vertragsstrafen sowie die Nichtannahme ihrer Milch ab 1. Jänner 2024. Seit diesem Stichtag dürfen nämlich nur mehr jene Landwirte Milch an den Milchhof Sterzing liefern, die die Kriterien für die flächenbezogene Milchproduktion erfüllen. <BR /><BR />Die 7 ausgetretenen Bauern werfen in einem offenen Brief einigen Genossenschaftsmitgliedern nun eine Manipulation der Daten ihres Viehbestandes vor und fordern eine lückenlose Aufklärung von einem unabhängigen Gremium. Der Milchhof Sterzing wies die Vorwürfe in einer Stellungnahme, die bei der Versammlung unter dem Punkt Allfälliges verlesen wurde, „aufs Schärfste zurück“. Der Milchhof werde von einigen Bauern, „darunter den meisten Unterzeichnern des Offenen Briefes“, mit gerichtlichen Klagen sowie mit wiederholten Eingaben bei der Kartell- und Wettbewerbsbehörde eingedeckt, mit denen die Umsetzung der flächenbezogenen Milchproduktion verhindert werden sollten. Alle Klagen seien stets abgewiesen worden.