Dienstag, 11. Dezember 2018

Autoabsatz in China bricht ein

Das abgeschwächte Wirtschaftswachstum und der Handelsstreit mit den USA haben China den stärksten Einbruch des Autoabsatzes seit fast sieben Jahren eingebrockt. Wie der chinesische Branchenverband am Mittwoch mitteilte, ging die Zahl der Autoverkäufe im November um 13,9 Prozent auf 2,55 Millionen Fahrzeuge zurück.

Der Rückgang der Autoverkäufe in China hat auch Auswirkungen auf Europa.
Der Rückgang der Autoverkäufe in China hat auch Auswirkungen auf Europa. - Foto: © APA/DPA

Damit sank der Absatz auf dem weltgrößten Automarkt bereits den fünften Monat in Folge. Verkäufe von Elektro- und Hybridwagen legten dagegen weiter zu.

Neben einem geringeren Wirtschaftswachstum bremst der Trend zu Car-Sharing-Diensten und online-gestützten Mitfahrdiensten in China die Nachfrage nach neuen Autos.

Im Gesamtjahr rechnet der Branchenverband nun mit einem Rückgang von drei Prozent. Im vergangenen Jahr hatte der Autoabsatz in China um drei Prozent zugelegt. 2016 hatte das Plus noch bei 13,7 Prozent gelegen.

Erster Absatzrückgang seit 1990

Chinas Autobranche rechnet im laufenden Jahr mit dem ersten Absatzrückgang seit fast drei Jahrzehnten. Die Zahl der in China verkauften Pkw dürfte 2018 um etwa drei Prozent auf rund 28 Millionen Stück sinken, sagte der stellvertretende Generalsekretär des chinesischen Autohersteller-Verbands CAAM, Shi Jianhua, am Dienstag in Peking. Nach Angaben seines Kollegen Chen Shihua wäre dies der erste Rückgang seit dem Jahr 1990. Für 2019 rechne er aber mit keinem weiteren Minus.

apa/reuters/dpa

stol