Am Mittwoch ist der Startschluss für den Bau des Fensterstollens „Forch“ in der Gemeinde Vahrn gefallen. Die Tunnelbohrmaschine „Barbara“ wird sich in den kommenden 10 Monaten Richtung Schalderer Berg bohren. <BR /><BR />Die BBT-Zulaufstrecke zwischen Franzensfeste und Waidbruck ist das Kernstück des BBT-Südzulaufs und besteht aus 2 Abschnitten: Dem nördlichen Bereich von Franzensfeste bis zur Talquerung auf Höhe der Villnösser Haltestelle mit dem Schalderer Tunnel und von der Villnösser Haltestelle ausgehend bis zum Bahnhof nach Waidbruck mit dem Grödner Tunnel.<BR /><BR />Der Schalderer Tunnel selbst wird durch den Fensterstollen „Forch“ in der Gemeinde Vahrn erschlossen, der mit der Tunnelbohrmaschine (TBM) „Barbara“ nun aufgefahren wird. Am Mittwoch dieser Woche nahm die Tunnelbohrmaschine ihren Betrieb auf. Durchschnittlich arbeitet sie sich bis zu 20 Meter am Tag – je nach Geologie – weiter. <BR /><BR />I<div class="img-embed"><embed id="1052883_image" /></div> <h3>Die Tunnelbohrmaschine in Zahlen</h3>Insgesamt beträgt das Tunnelsystem eine Länge von zirka 22,5 Kilometern. Rund 80 Prozent davon werden mit Tunnelbohrmaschinen aufgefahren. Der Rest erfolgt durch Sprengungen. <BR /><BR />Die Tunnelbohrmaschine „Barbara“ hat eine Gesamtlänge von 85 Metern, ein Gewicht von rund 2000 Tonnen und erreicht einen maximalen Druck von 118.752 Kilonewton. <BR /><BR />Dass beim Bau des Fensterstollens die TBM zum Einsatz kommt, war nicht von Anbeginn klar: Das genehmigte Projekt sah anfangs vor, den rund 2 Kilometer langen Tunnel mittels Sprengung zu erschließen; in Absprache mit der Baufirma einigte man sich nun darauf, den Tunnels mittels TBM zu bauen. Damit gewinne man einige Monate an Zeit, so Martin Ausserdorfer, Direktor der BBT-Beobachtungsstelle. <BR /><BR />Nach eingehenden Funktionstests an der TBM fiel am Mittwoch nun der Startschuss für den Bau des zirka 1,8 Kilometer langen Fensterstollens „Forch“. Die Tunnelbohrmaschine wird sich in rund 10 Monaten von Forch aus in Richtung Schalderer Berg vorarbeiten. <BR /><BR />Mittels Vortrieb bohrt sich die Tunnelbohrmaschine nun unter die Staatsstraße, Autobahn und Brennereisenbahnlinie und damit unter ein sehr sensibles Gebiet. Auch die geologische Beschaffenheit des betroffenen Untergrundes stellt eine Herausforderung dar. <h3> Nächste Woche Straßensperre und Umleitungen</h3>Besonders am Anfang, wo die Vortriebsarbeiten noch in Oberflächennähe ausgeführt werden, sind hohe Vorsichtsmaßnahmen zu treffen. Die TBM wird nur 15 Meter unterhalb der Brennerstraße die Vortriebsarbeiten verrichten, deswegen ist es aus Sicherheitsgründen notwendig die Staatsstraße für einen kurzen Zeitraum zu sperren. <BR /><BR />„Im Zeitraum vom Sonntag, 21. Juli, Mitternacht, bis Sonntag, 28. Juli, Mitternacht, muss die SS12 beginnend auf der Höhe Zone Forch komplett gesperrt werden“, erklärt Martin Ausserdorfer. Eine Umleitung wird vor Ort ausgeschildert und erfolgt über die Pustertaler Staatsstraße. Sollten die Arbeiten früher abgeschlossen werden, wird die Sperre laut Ausserdorfer sofort aufgehoben.<BR /><BR />Eine Umfahrung wird ausgeschildert. Betroffen sind davon auch die Buslinien 310 und N310, welche, von Sterzing kommend, nach der Haltestelle Ladestatt nicht über Vahrn, sondern über Schabs nach Brixen fahren. Auf der Ersatzstrecke werden keine Haltestellen bedient.<BR />Dasselbe gilt in umgekehrter Richtung. Es entfallen die Haltestellen „Gewerbezone Forch“, „Vahrn, Goldener Adler“ sowie „Vahrn, Defreggenweg“.