Donnerstag, 15. Oktober 2020

Bahngesellschaft Italo streicht mehrere Verbindungen

Italiens private Bahngesellschaft Italo kürzt die Zahl der täglich auf den Hochgeschwindigkeitsstrecken verkehrenden Züge von 87 auf 60.

Die Bahngesellschaft Italo streicht aufgrund der sinkenden Passagierzahlen mehrere Verbindungen.
Die Bahngesellschaft Italo streicht aufgrund der sinkenden Passagierzahlen mehrere Verbindungen. - Foto: © shutterstock
Die Maßnahme sei angesichts der sinkenden Passagierzahlen notwendig geworden, kündigte Italos Geschäftsführer, Gianbattista La Rocca, im Interview mit der Mailänder Wirtschaftszeitung „Sole 24 Ore“ (Donnerstagsausgabe) an.

Die gecancelten Züge betreffen die Nord-Südachse Turin-Neapel sowie die Strecken Rom-Mailand und Rom-Venedig. Die Regierung habe Stützungsmaßnahmen für Hochgeschwindigkeit und Warentransport versprochen.

Damit hätten die Verluste für den Zeitraum zwischen März und Juli eingedämmt werden sollen, das Geld sei jedoch nicht eingetroffen, kritisiert La Rocca. „Seit 4 Monaten warten wir vergebens und jeden Tag schreiben wir Verluste“, erklärte La Rocca.

Die Bahngesellschaft habe zwischen März und Ende Juli 200 Millionen Euro verloren. Bis Jahresende sollten die Verluste 500 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr betragen. Wegen der Corona-Sicherheitsabstände verkehren die Züge mit lediglich zur Hälfte besetzten Sitzplätzen, was für die Bahngesellschaften erhebliche Verluste bedeutet.

Italo konkurriert mit den Italienischen Staatsbahnen (FS – Ferrovie dello Stato) auf den rentablen Hochgeschwindigkeitsstrecken des Landes.

Die Zahl der Passagiere an Bord sank gegenüber dem Vorjahr von 60.000 auf 18.000 Personen pro Tag. Die Flotte besteht aus 40 Zügen, die eine Geschwindigkeit von bis zu 360 Stundenkilometern erreichen. In den vergangenen 8 Jahren hat Italo 51 Züge erworben.

apa

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