Mittwoch, 05. Februar 2020

Bald werden bis zu 60.000 Arbeitskräfte fehlen

Arbeitsexperte Stefan Luther geht davon aus, dass die bevorstehenden Rentenwellen große Lücken am Südtiroler Arbeitsmarkt aufreißen werden.

In den kommenden 15 Jahren dürften bis zu 60.000 Arbeitskräfte fehlen.
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In den kommenden 15 Jahren dürften bis zu 60.000 Arbeitskräfte fehlen. - Foto: © shutterstock
Als Folge der Rentenwellen dürften in den kommenden 15 Jahren laut Experten hierzulande zwischen 40.000 und 60.000 Arbeitskräfte fehlen. Daher sei es gut möglich, dass es in Südtirols Wirtschaft einen Strukturwandel geben werde – hin zu weniger personalintensiven Unternehmen.

„Dolomiten“: Herr Luther, die Zahl der Beschäftigten in Südtirol ist im Jänner um 1,8 Prozent gestiegen. Wie ist diese Zahl einzuordnen?

Stefan Luther: Es ist eine gesunde Entwicklung. Der Beschäftigungszuwachs in den vergangenen Jahren von teilweise über 3,5 Prozent war überdurchschnittlich und wäre auf die Dauer nicht gut gewesen. Derzeit findet eine Normalisierung statt. Wie gesagt: eine gesunde Entwicklung. Und was die Arbeitslosigkeit anbelangt, so ist diese bei 2,9 Prozent und damit seit mehreren Monaten extrem stabil.

d