Finanzministerin Maria Fekter hat am Dienstag beim EU-Finanzministerrat offiziell kundgetan, dass sie der EU-Kommission das Mandat erteilen wird, mit Ländern wie der Schweiz über einen Informationsaustausch zu verhandeln.Das gilt als Startschuss nicht nur für Verhandlungen der EU mit Drittstaaten, sondern auch für den automatischen Informationsaustausch innerhalb der Union, auch wenn sich Luxemburg heute in diesem Punkt noch querlegte.Beim Informationsaustausch mit den Drittstaaten hat Österreich laut Aussage Fekters seine Wünsche erfüllt bekommen: Im Mandat „steht drin, dass der OECD-Standard für den automatischen Informationsaustausch gemäß den Entwicklungen bei den G-20 zu verhandeln ist. Und dass bezüglich der Eigentümerschaft von wirtschaftlichen Konstrukten mehr Transparenz gemacht werden muss. Schließlich geht es um die Eigentümertransparenz bei anonymen Trusts, das wurde auch ins Mandat aufgenommen. Gleichzeitig haben Luxemburg und Österreich eine gemeinsame Protokollerklärung abgegeben, wo wir genau erläutern, was wir uns vorstellen. Und die EU-Kommission hat klargestellt, dass unsere bilateralen Abkommen mit der Schweiz und Liechtenstein nach wie vor gelten und dass wir hier die Quellenbesteuerung beibehalten können“, sagte die Ministerin.Am Dienstag hat nun auch das Finanzzentrum Singapur seinen Beitritt zu einem OECD-Abkommen über den Austausch von Steuerdaten angekündigt und will sich damit dem internationalen Standard angleichen.apa/reuters