Spätestens seit der Corona-Pandemie hat der bargeldlose Zahlungsverkehr enorm zugenommen. Wie die italienische Zentralbank in ihrem jüngsten Bericht festhält, hat sich die Anzahl bargeldloser Transaktionen zwischen 2018 und 2025 mehr als verdoppelt: Im vergangenen Jahr waren es 16 Milliarden Vorgänge.<h3>Karten dominieren</h3>Drei Viertel aller bargeldlosen Zahlungen entfallen auf Karten. Den Löwenanteil machen dabei Debitkarten mit 71 Prozent aus, gefolgt von Prepaid (17,4 Prozent) und Kreditkarten (11,6 Prozent). Nach den Kartenzahlungen belegen Überweisungen den zweiten Platz, gefolgt von Lastschriften.<BR /><BR /> Mittlerweile werden 88 Prozent aller Transaktionen an den POS-Terminals kontaktlos abgewickelt. Fast jede vierte dieser Zahlungen (24 Prozent) erfolgt direkt über Smartphones oder Smartwatches.<h3> Weiterhin Nord-Süd-Gefälle</h3>Die Nutzung elektronischer Zahlungsmittel nimmt zwar italienweit zu, zeigt aber weiterhin regionale Unterschiede. Der Süden Italiens, der jahrelang als Bargeld-Hochburg galt, holt derzeit stark auf. Dennoch führt der Nordwesten mit 197 Kartenzahlungen pro Einwohner die Statistik an, knapp gefolgt von dem Nordwesten mit 194 und dem Nordosten mit 172 Zahlungen. Im Süden und auf den Inseln liegt der Wert derzeit bei 124 Kartenzahlungen pro Einwohner.<BR /><BR />Das Bargeld verschwindet zwar nicht, büßt jedoch schrittweise an Bedeutung ein. Zwar werden rund 61 Prozent aller Einkäufe im Einzelhandel weiterhin bar beglichen, doch die Nutzung nimmt kontinuierlich ab: Die Zahl der Bargeldabhebungen sank von rund 1,4 Milliarden Transaktionen im Jahr 2018 auf etwas mehr als 1,2 Milliarden im Jahr 2025.