Einzelhändler und Gastwirte in Tourismusgebieten befürchten durch die neue Regelung eine Benachteiligung gegenüber ausländischen Urlaubsorten, da viele Touristen in bar bezahlen. Nun will die Regierung in Rom eine Ausnahme gewähren, berichtet die Wirtschaftszeitung "Il Sole 24ore".Die Sonderregelung für Touristen ist Teil eines Vereinfachungsdekrets, mit dem sich der Ministerrat noch in dieser Woche befassen wird. Sie soll verhindern, dass Handel und Tourismus unter der Bargeld-Bestimmung leiden.Laut "Sole 24ore" sollen Touristen unter zwei Bedingungen auch Beträge über 1000 Euro in bar bezahlen können. Händler und Hoteliers müssen den Reisepass des Kunden fotokopieren. Außerdem sollen sie verpflichtet werden, das erhaltene Geld innerhalb von zwei Tagen auf ein Bankkonto einzuzahlen und dabei die Fotokopie des Passes und einen Zahlungsbeleg vorzulegen. Damit soll verhindert werden, dass die Ausnahmeregelung für Geldwäsche missbraucht wird.Mit dem Dekret, über das der Ministerrat entscheidet, soll eine weitere Bestimmung des Sparpakets abgeändert werden: Übertretungen der Regelung zu den Bargeldzahlungen sollen nicht mehr wie derzeit vorgesehen direkt dem Finanzamt gemeldet werden, sondern zunächst der Finanzwache. Diese soll bei begründetem Verdacht das Finanzamt einschalten.mf