„Das ist sehr wichtig für Griechenland und auch wichtig für die Eurozone“, sagte Barroso. Die Kommission sei in Kontakt mit der griechischen Regierung.Der ständige EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy sagte in einem Interview, für ihn sei der Austritt Griechenlands aus dem gemeinsamen Währungsgebiet tabu. „Der Austritt aus der Eurozone würde für mehr Probleme für das Land und die Eurozone sorgen“, sagte der Belgier dem Sender VRT-Radio. Van Rompuy wollte am Montagabend in Berlin mit Kanzlerin Angela Merkel zusammentreffen.Die „Troika“ von Experten der Kommission, der Europäischen Zentralbank und des Internationalen Währungsfonds hatte Ende vergangener Woche gefordert, dass Athen seinen Haushaltsplan des kommenden Jahres überarbeiten müsse. Die Überprüfungsmission ist derzeit unterbrochen, um den Druck auf Athen zu erhöhen.Ohne ein positives Votum der Experten ist die Auszahlung der nächsten Tranche aus den „alten“ Hilfsprogramm von 110 Milliarden Euro akut gefährdet. Die Rate hat einem Umfang von rund zwölf Milliarden Euro, wobei zwei Drittel auf die Eurostaaten und ein Drittel auf den IWF entfallen. Diplomaten rechnen damit, dass die Euro-Finanzminister beim Treffen Ende nächster Woche in Polen über das Thema intensiv beraten werden. Die „Troika“ will ihre Arbeit Mitte September in Athen fortsetzen.dpa