Portugal könne für Juni keine Finanzierung garantieren, „die Situaiton ist also schwierig“.Barroso, selbst Portugiese, verwies darauf, dass nach den geltenden Regeln zur Gewährung des Rettungsschirms mittelfristig ein Programm mit „strengen Bedingungen“ notwendig sei. „Wir bemühen uns nach Kräften, ein solches Programm aufzustellen“, um auch die erste Rate auszahlen zu können, „damit Portugal seinen Finanzierungsbedarf decken kann“.Die Fristen sehen „sehr eng, die Termine sehr schwierig“. Außerdem gebe es Anfang Juni Wahlen in Portugal. Er rechne aber mit dem Verantwortungsbewusstsein der Entscheidungsträger des Euro-Landes. „Die Lage ist sehr ernst, schwierig und dringend. Ich habe großes Vertrauen in die Vernunft meiner Landsleute und in die Fähigkeit Portugals, mit Unterstützung anderer EU-Länder die Voraussetzungen einzuhalten, um das Sanierungsprogramm durchzuführen“. Es müsse eine nachhaltig Wachstumsrate geben, damit die Wettbewerbsfähigkeit gegeben sei und Arbeitsplätze geschaffen würden, so Barroso.Portugal will mit dem Geld aus dem Euro-Rettungsschirm seinen Verpflichtungen ab Juni nachkommen und hofft daher auf eine Genehmigung binnen eines Monats, hatte zuletzt der portugiesische Finanzminister Fernando Teixeira dos Santos erklärt. „Wir sind bis Juni mit ausreichend Geld eingedeckt, aber im Juni müssen wir das Programm aktivieren.“ Er setze daher darauf, dass die Details des Hilfspakets bis Mitte Mai ausgehandelt seien, damit die Eurogruppe bei ihrem Treffen am 16. Mai grünes Licht geben könne.Vertreter der EU-Kommission, der Europäischen Zentralbank und des Internationalen Währungsfonds begannen am Dienstag mit der Ausarbeitung von Details für das Hilfspaket. Der Finanzminister bezeichnete es als verfrüht, jetzt schon über ein Volumen zu sprechen. Die EU-Kommission hatte das auf etwa 80 Mrd. Euro geschätzt. „Es wird in dieser Größenordnung sein“, sagte Teixeira dos Santos. apa