Mehr als 9 von 10 Unternehmen im Baugewerbe sind mit den Erträgen von 2024 zufrieden – „vor allem im Tiefbau“, sagt Fritz Ploner, Obmann der Baugruppe im Handwerkerverband lvh.<BR /><BR />In der Tiefbaubranche gab es ein Umsatzwachstum, das vor allem auf die öffentlichen Investitionen zurückzuführen ist. Diese gelten als unverzichtbar, wie Handelskammer-Präsident Michl Ebner betont: „Es ist daher wichtig, dass alle PNRR-Mittel rechtzeitig ausgegeben werden und nicht verloren gehen.“<BR /><BR />Weniger dynamisch entwickelten sich der Hochbau und das Baunebengewerbe. Hier stagnierte das Geschäftsvolumen, was vor allem dem Rückgang der privaten Nachfrage geschuldet ist. Laut Wifo liegt dies in erster Linie am Wegfall steuerlicher Anreize sowie an weiterhin hohen Finanzierungskosten.<h3> Hoffnung auf Erholung – Zinssenkungen als Impulsgeber</h3>Dennoch blickt die Branche optimistisch auf das laufende Jahr. „Sinkende Zinssätze und die geplante Wohnbaureform geben Anlass zur Hoffnung“, zeigt sich Christian Egartner, Präsident des Baukollegiums, zuversichtlich. Die Europäische Zentralbank (EZB) hat die Leitzinsen seit dem Sommer schrittweise gesenkt, wodurch Kredite günstiger werden.<BR /><BR />Für das Jahr 2025 erwarten die meisten Unternehmen eine solide Ertragslage, wenngleich die Prognosen für die kommenden Monate durchwachsen sind. Während im Hochbau mit einem Umsatzplus gerechnet wird, stellt sich die Lage im Tiefbau schwieriger dar. Hier rechnet die Branche mit einem Rückgang der Umsätze und einer insgesamt ungünstigeren wirtschaftlichen Entwicklung.<BR /><BR />Besonders die Vergabeverfahren für kleine und mittlere Unternehmen müssen weiter verbessert und vereinfacht werden, fordert Rodolfo Gabrieli, Präsident des Bereichs Bauwesen in der Südtiroler Handwerkervereinigung (CNA-SHV).