Dienstag, 31. März 2020

Bauernbund: Neue Job-Vermittlungsplattform im April

Der Südtiroler Bauernbund startet die Job-Vermittlungsplattform Agrijobs.it für landwirtschaftliche Saisonarbeiter im April. Für interessierte Bauern wird die Plattform über das bewährte Portal „mein SBB“ erreichbar sein.

Noch im April soll die neue Job-Vermittlungsplattform online gehen.
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Noch im April soll die neue Job-Vermittlungsplattform online gehen. - Foto: © lpa
Die Plattform, die derzeit mit Hochdruck für die Mitgliedsbetriebe des Südtiroler Bauernbundes fertiggestellt wird, startet innerhalb April. In 1. Linie soll die neue Plattform den Kontakt zwischen Landwirten und Personen herstellen, deren bisheriger Arbeitsplatz aufgrund der Corona-Krise weggefallen ist. So werden in der Landwirtschaft etwa Arbeitskräfte für Pflanz- und Erntearbeiten gesucht. Über eine Suche finden Landwirte und Helfer zusammen.

Ziel der Plattform Agrijobs.it ist eine schnelle und unkomplizierte Vermittlung von Arbeitskräften, die Hilfe brauchen und die Hilfe bieten. Die Plattform wird in Kürze online gehen und dann in deutscher und italienischer Sprache zur Verfügung stehen.

„Kräfte bündeln und Menschen zusammenbringen“

„Durch die Schließung vieler Betriebe können zahlreiche Menschen derzeit nicht ihrer Arbeit nachgehen. Auch wenn Arbeitgeber und Politik bemüht sind, ist heute schon klar, dass viele Angestellte einen kurzen Zeitraum mit einer anderen Tätigkeit überbrücken müssen, um nicht im Lohnausgleich bzw. in der Arbeitslosigkeit zu enden. Gleichzeitig fehlen in der Landwirtschaft tausende Arbeitskräfte, weil wichtige Saisonarbeiter aus der EU und darüber hinaus nach derzeitigem Kenntnisstand ausfallen werden. Wir müssen nun hier alle Kräfte bündeln und die Menschen zusammenbringen“, so Landesobmann Leo Tiefenthaler.

Das Angebot auf der neuen Plattform richtet sich auch an Jugendliche, Studenten und Teilzeitkräfte anderer Branchen, die sich gerne nebenbei etwas dazu verdienen möchten oder auf der Plattform einen passenden Sommerjob suchen.

„Wenn in der Landwirtschaft helfende Hände fehlen, geht das alle an“

„Was jetzt nicht von Hand gepflegt wird, kann auch nicht geerntet werden. Und verpasste Ernten können nicht nachgeholt werden. Wer in der Landwirtschaft mit anpacken kann und will, hatte noch nie so viele gute Gründe, das auch wirklich zu tun. Dies gilt nicht nur für Südtirol, sondern für den italienischen Arbeitsmarkt. Weil sich neben der wertvollen nachhaltigen Tätigkeit auch ein schönes Zusatzeinkommen verdienen lässt und außerdem die Ernte dadurch gesichert werden kann, entsteht eine Win-Win-Situation“, unterstreicht SBB-Direktor Siegfried Rinner.

stol

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