Mittwoch, 17. August 2016

Bauhandwerk in Südtirol im Aufwind

Der Südtiroler Arbeitsmarkt entwickelt sich laut dem Wirtschaftsverband für Handwerk und Dienstleister lvh weiter positiv. Besonders im Bauhandwerk sei die Beschäftigungszahl zwischen Januar und Juli 2016 um 700 Bauarbeiter angestiegen.

Das Bauhandwerk ist im Aufwind.
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Das Bauhandwerk ist im Aufwind. - Foto: © APA/EPA

Wieder auf Kurs seien auch die Lehrstellenangebote. „Die lvh-Lehrstellenbörse boomt derzeit: Die Zahl der Ausbildungsplätze zieht erstmals wieder an“, erklärte lvh-Präsident Gert Lanz.

Trotz erheblichem Umsatzrückgang in den letzten Jahren sei es dem Südtiroler Handwerk gelungen, an seinen Mitarbeitern festzuhalten. Die Gründe für seine Stärke und Stabilität liegen laut Lanz in dem großen Verantwortungsbewusstsein und enormen Leistungswillen, der die Handwerker als typische Familienunternehmer auszeichnet. Nun befinde sich das Handwerk wieder deutlich im Aufwind, vor allem im Bauhandwerk seien positive Entwicklungen zu verzeichnen.

Die Krise ist überwunden

Die anziehende Baukonjunktur bringe laut lvh eine klare Beschäftigungszunahme mit sich: Während der Januar 7.771 Beschäftigte zählte, waren es im Juli 8.478. „Nach einer langen Durststrecke im Bau geht es nun auch hier wieder aufwärts. Es greifen endlich sowohl lokale als auch nationale Maßnahmen zur Wirtschaftsankurbelung, sodass die bestehenden Arbeitsplätze erhalten bleiben, aber auch neue geschaffen werden können“, unterstrich lvh-Präsident Lanz.

Die Lehre im Aufwind

Erstmals wieder im Aufwärtstrend liegen demnach auch die Lehrstellenangebote in Südtirol. Besonders im Bereich Installation, Holz und Metall haben Unternehmen in den letzten Monaten vermehrt Ausbildungsplätze angeboten. „Es ist zum einen die positive wirtschaftliche Entwicklung, zum anderen aber auch die zunehmende Attraktivität der praktischen Berufe und deren Ausbildungswege, die einen positiven Effekt auf die Lehrstellensituation haben“, ist Lanz überzeugt.

Ausschlaggebend hierfür sind laut Verbandspräsident gewisse „Zuckerlen“, die Ausbildungsbetrieben zugutekommen wie zum Beispiel der Vorzug von Ausbildungsbetrieben im Bereich der öffentlichen Arbeiten. Hilfreich für die Stabilisierung und den weiteren Ausbau der Ausbildungssituation wäre auch die Einführung einer Ausbildungsprämie von Seiten des Landes, die der lvh bereits vorgeschlagen hat.

Handwerk: Auch zukunftsfähig

Außerdem müsse dem drohenden Fachkräftemangel so schnell wie möglich entgegengewirkt werden: die demographische Entwicklung hat nämlich einen physiologischen Rückgang der Fachkräfte auf dem Südtiroler Arbeitsmarkt zur Folge, der sich mittel- und langfristig nicht auf die positive Wirtschaftslage niederschlagen dürfe. „Das Handwerk ist nach wie vor von wesentlicher Bedeutung für die Wirtschaft und den Aufschwung in unserem Land, insofern hoffen wir auch zukünftig auf Maßnahmen, damit das Handwerk weiter gestärkt in die Zukunft gehen kann“, so Lanz.

stol

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