Mittwoch, 07. September 2016

Bayer investiert Milliarden in Agrargeschäft

Mitten im Mega-Übernahmepoker um den US-Saatgutkonzern Monsanto treibt der deutsche Pharma- und Agrochemiekonzern Bayer sein eigenes Pflanzenschutzgeschäft voran. Zwischen 2017 und 2020 sollen 2,5 Milliarden Euro in das weltweite Agrarchemie-Geschäft fließen, teilte Bayer am Mittwoch mit.

Das laufende Jahr wird durch die Schwäche der Agrarmärkte und die Turbulenzen in den Schwellenländern geprägt.
Das laufende Jahr wird durch die Schwäche der Agrarmärkte und die Turbulenzen in den Schwellenländern geprägt. - Foto: © shutterstock

Darüber hinaus will Bayer pro Jahr mehr als 1 Milliarde Euro in die Forschung und Entwicklung stecken. „Wir sind sehr zuversichtlich in Bezug auf das langfristige Wachstumspotenzial der Agrarmärkte“, sagte Bayer-Vorstand und CropScience-Chef Liam Condon.

Mega-Deal mit Monsanto unsicher

Auch an den Zielen für neuere Produkte hält er fest. Bayer rechnet mit einem Umsatzpotenzial in Höhe von mehr als 5 Milliarden Euro mit neuen Agro-Produkten, die im Zeitraum 2015 bis 2020 auf den Markt gebracht werden.

Der Bayer-Konzern will durch den im Mai angekündigten Kauf des US-Saatgutriesen Monsanto auf einen Schlag zum weltgrößten Hersteller von Saatgut und Pflanzenschutzmitteln aufrücken. Die Leverkusener hatten ihr Gebot in der Nacht zum Dienstag erneut leicht erhöht. Monsanto hält sich aber auch bei dem nun knapp 65 Milliarden Dollar schweren Gesamtangebot weiter alle Optionen offen. Der Mega-Deal bleibt damit in der Schwebe.

apa/dpa

stol