Donnerstag, 19. März 2015

BBT: Bauarbeiten am Haupttunnel starten

Beim Brennerbasistunnel (BBT) erfolgte am Donnerstag der offizielle Baubeginn für den Haupttunnel auf österreichischem Projektgebiet. "Der BBT ist ein Meilenstein für eine zukunftsgerichtete Entwicklung des Güterverkehrs aber auch des Personennahverkehrs auf der Schiene", so Landeshauptmann Arno Kompatscher beim Tunnelanschlag.

Jetzt geht's los mit dem Hauptarbeiten am BBT.
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Jetzt geht's los mit dem Hauptarbeiten am BBT.

Dem offiziellen Tunnelanschlag in der BBT-Baustelle Ahrental wohnten zahlreiche Spitzenrepräsentanten aus EU, Bundes- und Landespolitik bei.

EU-Verkehrskommissarin Violeta Bulc unterstrich mit ihrer Anwesenheit die Bedeutung des Vorzeigeprojektes für die Europäische Verkehrspolitik. Die EU-Kommissarin fungierte dabei - ganz in der Tradition des österreichischen Tunnelbaus - als „Tunnelpatin“ für die erste Hauptröhre des Brenner Basistunnel. 

"Dies ist ein bedeutender Schritt, denn der Brenner bildet das Kernstück des gesamten Verkehrskorridors, der Skandinavien mit dem Mittelmeerraum verbindet", so Bulc.

"Für Tirol bedeutet sie vor allem auch eine Entlastung der Bevölkerung vom Lkw-Transitverkehr auf der Straße", sagte Tirols Landeshauptmann Günther Platter.

Kompatscher: Verbindendes Element

„Der Brenner Basistunnel zählt zu den TEN-Projekten in Europa. Die Bedeutung dieses Projektes liegt aber nicht nur auf europäischer Ebene, sondern gilt besonders auch für Südtirol, Tirol und das Trentino", so Kompatscher. Er sprach von einem wichtigen verbindenden Element in Europa.

Insgesamt sind 36 Tunnel-Kilometer auf beiden Seiten des Brenners ausgebrochen. 

Auf österreichischer Seite starten in den nächsten Monaten drei weitere Vortriebe. Ab November kommt dabei erstmals eine Tunnelbohrmaschine zum Einsatz. Diese wird vom Ahrental aus Richtung Brenner einen weiteren Erkundungsstollenabschnitt von 15 Kilometern ausbrechen

Was sich in Südtirol tut

Auf italienischer Seite wurden mittlerweile bereits 3,6 Kilometer des Haupttunnels vorangetrieben.

In Südtirol wird derzeit mit Hochdruck am 300 Millionen Euro schweren Baulos Eisackunterquerung gearbeitet. Dieses Baulos bildet den südlichsten Abschnitt des Brenner Basistunnels und liegt in unmittelbarer Nähe des Bahnhofs Franzensfeste.

Unmittelbar vor der Ausschreibung steht der Abschnitt Mauls-Brenner. Dieser Abschnitt beinhaltet den Bau des Erkundungsstollens nördlich der periadriatischen Störzone bis zum Brenner, die gesamten Haupttunnel von der Unterquerung des Eisacks bis zum Brenner einschließlich der Nothaltestelle von Trens. 

2026 in Betrieb gehen

Bis 2026 soll das auf 8,5 Mrd. Euro geschätzte Projekt fertig sein.

Der Brennerbasistunnel wird mit seinen 64 Kilometern die nach Angaben der Betreiber „längste unterirdische Eisenbahnverbindung der Welt“ sein.

Die Kosten werden zu 40 Prozent von der EU getragen, den „Rest“ übernehmen Österreich und Italien.

apa

stol