An diesem Tag soll die Hauptbauphase starten. Am Rande einer Pressekonferenz mit dem Tiroler Landeshauptmann Günther Platter am Freitag in Innsbruck sagte Cox, dass er von einer „100-prozentigen Zusage“ der österreichischen Regierung ausgehe. „Der Tunnel kommt“, gab sich Cox optimistisch.„Es ist ein Muss, dass das Projekt jetzt gestartet wird. Entweder wir setzen das Geld jetzt ein oder wir verlieren es“, drängte Cox auf eine rasche, endgültige Finanzierung für die „Projektphase 3“, dem Beginn der Hauptbauphase. Bei einem Wien-Besuch in dieser Woche habe er „eindeutige Finanzierungszusagen“ von Italien und vor allem auch von Österreich bekommen. „Ich habe einen freundlichen Druck auf die Verantwortlichen ausgeübt. Die Deadline ist der 18. April. Ich bin total überzeugt, dass der Finanzierungsvertrag bis dahin stehen wird.“, ging Cox von einer Lösung seitens der Bundesregierung vor der an diesem Tag stattfindenden Hauptversammlung der Brennerbasistunellgesellschaft (BBT SE) aus.Der Tunnel-Koordinator verwies in diesem Zusammenhang auch auf die kürzlich erfolgte Verlängerung der EU-Finanzierung für den Basistunnel in der Höhe von einer Mrd. Euro bis Ende des Jahres 2015. „Wir sind bereits Gefahr gelaufen, diese Milliarde zu verlieren. Jetzt können wir dieses Geld innerhalb der verlängerten Budgetphase gut einsetzen“, sah Cox die notwendigen Voraussetzungen von EU-Seite geschaffen.„Das Land Tirol wird in den nächsten Tagen und Wochen voll draufbleiben und Beschlüsse einfordern“, drängte auch Landeshauptmann Platter die Verantwortlichen auf Bundesebene zu einer alsbaldigen Entscheidung. In diesen Tagen fänden „Abstimmungsgespräche“ zwischen dem österreichischen Verkehrsministerium, dem Finanzministerium, der ÖBB und dem Land Tirol statt. Wie Cox seien auch ihm selbst, vom österreichischen Finanzminister Josef Pröll, „finanzielle Garantien in den nächsten Tagen“ in Aussicht gestellt worden.Das Land Tirol würde jedenfalls in den nächsten 20 Jahren 120 Mio. Euro in das Tunnel-Projekt investieren. „Die Bevölkerung will, dass endlich die Baumaschinen sprechen“, meinte Platter.Laut Cox will die EU Mitte des Jahres im Rahmen der Transeuropäischen Netze (TEN) neue Prioritäten setzen. „Weg von flächendeckenden Netzen hin zu Korridor-Lösungen ist die neue Zielsetzung“, erklärte der Ire. Der BBT sei in dieser Hinsicht ein „Modell für die Zukunft“ und stehe auf der Prioritätenliste auch unter diesen neuen Vorzeichen weiter ganz oben.apa