„Der Rechnungshof vergleicht Kosten von 'Vorprojekten' aus Systemüberlegungen und ersten vagen Kostenschätzungen mit umsetzungsreifen und genehmigten Bauprojekten“, kritisiert BBT-Geschäftsführer Konrad Bergmeister.„Die vom Rechnungshof geäußerte Kritik zur Kostenentwicklung ist unrichtig, denn die 2002 veranschlagten Kosten erfolgten für ein Vorprojekt, das mit dem finalen Bauwerk nicht verglichen werden kann“, so Bergmeister gegenüber der APA. „Die damalige Kosteneinschätzung wurde ohne Baugrunderkundung, ohne Kosten für die UVP-Vorschriften und ohne die Kosten der Inbetriebnahme und des Probebetriebes vorgenommen.“Die Aufwendungen für das Projektmanagement bei der BBT SE liegen laut Bergmeister bei 4 Prozent bezogen auf interne und externe Aufwendungen. Beim Schweizer Gotthardtunnel seien es kaufkraftbereinigt bei 4,9 Prozent gewesen, so der BBT-Chef.Zu den „angeblichen Managementkosten“ würden darüber hinaus noch die Kosten für internes und externes Personal, alle Planungen, Dienstleistungen wie Örtliche Bauaufsicht und Baumanagement sowie die Kosten für die Genehmigungsverfahren in Österreich und Italien zählen.Die Kritik des RechnungshofesDer Rechnungshof hatte kritisiert, dass die BBT SE ihrem Aufsichtsrat nicht wie in den „Rahmenbedingungen zur Realisierung der Phase III des Projektes BBT“ gefordert, die Fortschreibungen der projektbezogenen Kosten, Risiken etc. jährlich zur Genehmigung vorlege. Das stieß bei der BBT SE auf „Befremden“. Auch seien die prognostizierten Gesamtkosten stiegen zwischen 2002 und 2013 um rund 92 Prozent gestiegen – also fast verdoppelt.apa