Bei der Vollversammlung des Unternehmerverbands am Freitag meinte Pan, Südtirol sei besser durch die Krise gekommen wie viele der Nachbarregionen. Die Tatsache, dass die Wirtschaftsleistung nicht dramatisch abgenommen habe, sei laut Pan auch auf die Exportstärke der Industrie zurückzuführen.Export wichtige Stütze der Wirtschaft„Wo wären wir heute ohne diese Unternehmen?“, fragte Pan und verwies auf die positive Exportentwicklung der vergangenen Jahre. Von 2009 bis 2013 erhöhte sich das Ausfuhrvolumen von 2,7 Milliarden Euro auf 3,8 Milliarden Euro.„Mehr als 80 Prozent dieser Steigerung stammt aus dem verarbeitenden Gewerbe.“ Ohne die Industrie wären nach der Einschätzung Pans viele Arbeitsplätze verloren gegangen und die Landeshaushalte wären aufgrund der niedrigeren Steuereinnahmen auf lokaler Ebene wesentlich geringer ausgefallen.Sich im Export zu bewegen, bedeute auch, sich mit anderen messen zu müssen. „Dieser Wettbewerb wird Südtiroler Unternehmern leider durch ungünstige Rahmenbedingungen erschwert“, so Pan. Neben der Steuerlast, die in Italien überdurchschnittlich sei, mache den Unternehmern vor allem die Bürokratie das Leben schwer. "Befreit uns von den Fesseln"„Befreit uns von den Fesseln sinnloser Vorschriften, von den Bleikugeln an unseren Beinen“, sagte der UVS-Chef. „Wir stehen mehr denn je zur Arbeitssicherheit, genauso wie zur Wahrung unserer Umwelt. Aber wir erreichen sie nicht durch formalistische Verfahren und Vorschriften. Hören wir endlich auf damit, Gesetze zu erlassen, die alles komplexer machen.“Das Land Südtirol habe seit 1948 mehr als 2000 Landesgesetze und Durchführungsverordnungen erlassen. „In Zeiten des Sparens und Kürzens müssen wir auch hier eingreifen. Durch Vereinfachung und gute Politik.“Weiteres Anliegen des UVS-Chefs ist eine neue Energiepolitik. Südtirol produziere doppelt soviel Energie, wie es selbst benötigt, doch das nütze alles nichts, wenn dies am Ende nicht zu konkurrenzfähigeren Energiepreisen führe – und zwar für Familien und Unternehmen, so Pan.D/hil/stol_________________________Mehr zum Thema lesen Sie in der Wochenendausgabe der "Dolomiten"