Donnerstag, 13. Juni 2019

Befristete Fahrverbote: Italiens Frächter protestieren

Die Pläne der Tiroler ÖVP, die Möglichkeit von zeitlich befristeten Fahrverboten im niederrangigen Straßennetz zu prüfen, empört den italienischen Frächterverband Conftrasporto. Als „absurd und lächerlich“ bezeichnete Conftrasporto-Präsident, Paolo Uggé, den Vorschlag.

Italiens Frächter sind empört.
Italiens Frächter sind empört. - Foto: © shutterstock

„Sollte dieser Vorschlag umgesetzt werden, wäre dies die Bestätigung einer grenzenlosen Arroganz, die Conftrasporto seit jeher beklagt“, erklärte Uggé in einer Presseaussendung am Donnerstag.

Er kritisierte auch die Regierung in Rom, die seiner Ansicht nach zu wenig zur Verteidigung der Interessen der Frächter in Sachen Brennertransit unternommen habe.

Forderung nach klarer Positionierung 

„Nach dem Heer wird man dann vielleicht auch Panzer auf den Straßen einsetzen“, fragte Uggé polemisch. „Die österreichische Regierung und das Bundesland Tirol können nicht mehr schweigen und die italienische Regierung muss endlich eine klare Position beziehen“, forderte der Conftrasporto-Präsident.

Die Tiroler ÖVP hatte am Mittwoch angekündigt, im kommenden Juli-Landtag einen entsprechenden Dringlichkeitsantrag einzubringen. Dabei soll ein zeitlich befristetes Fahrverbot im niederrangigen Straßennetz geprüft werden.

apa

stol