Im neuen Jahr will der Fiskus Steuerhinterziehern verschärft den Kampf ansagen. Bei Einkäufen in Höhe von über 3.000 Euro werden die Italiener ab dem 1. Jänner ihre Steuernummer angeben müssen. Die Zahlung wird somit von der Datenbank der Steuerbehörde registriert.„Sowohl für Kaufleute, als auch für ihre Kunden wird es von nun an schwieriger werden, Steuern zu hinterziehen“, erklärte der Generaldirektor der Steueragentur Attilio Befera. Ein neues Software-System wird das deklarierte Einkommen mit den Ausgaben der Steuerzahler vergleichen. Sollten Anomalien auftauchen, schaltet sich die Steuerbehörde ein.„Die Steuerbehörde ist tiefgehend neu organisiert worden und viel effizienter. Wir sind in der Lage, auf gezielte Weise gegen Steuerhinterzieher vorzugehen“, erklärte Befera. Im vergangenen Jahr seien dank des verschärften Kampfes gegen die Steuerhinterziehung zehn Mrd. Euro eingetrieben worden. Diese Summe soll im kommenden Jahr noch höher ausfallen, betonte Befera.„Wer Steuern hinterzieht, sollte sich in Acht nehmen. Die Kontrollen werden im kommenden Jahr deutlich verschärft und werden unter anderem Unternehmen ins Visier nehmen, die ständig rote Zahlen schreiben“, betonte Befera. Die Kontrollen sollen auch die in Italien lebenden Ausländer betreffen. Laut einer Studie meldet jeder zweite Ausländer in Italien ein Einkommen unter 10.000 Euro pro Jahr. Das Durchschnittseinkommen der Migranten liegt demnach bei 12.639 Euro – das sind 6755 Euro weniger als die Italiener angeben. Ausländer sind 7,8 Prozent der italienischen Steuerzahler. Sie geben lediglich 5,2 Prozent der gesamten gemeldeten Einkommen in Italien an. apa