Dass Touristen immer wieder gerne nach Südtirol kommen, zeigen auch die Zahlen des Landesinstituts für Statistik Astat: Im touristischen Jahr 2015/2016 wurde erstmals 31,4 Millionen Mal in Südtirols Betrieben übernachtet.Das sind 7,3 Prozent Nächtigungen mehr als noch im vergangenen Jahr. Die meisten Gäste – 5,6 Millionen - wollten den August im Lande verbringen, gefolgt von 4,4 Millionen im Juli und 3,2 Millionen im September. Die meisten Besucher dazugewonnen haben die Monate März und Oktober mit einer Verbesserung zum Vorjahr mit zwischen 36 und 20 Prozent.Trend: Immer mehr GästeIn allen Bezirksgemeinschaften wurden die Nächtigungszahlen des Vorjahres übertroffen. Das steht ganz im Trend der vergangenen 20 Jahre, in denen Südtirol um 10.000 Betten aufgestockt hat und sich nun auf 220.000 Betten beläuft.Die meisten Betten stehen in 3-Sterne-Betrieben mit beinahe 67.000 Betten, gefolgt von den 4-Sterne-Betrieben mit 30.000 Betten. Der Sektor mit dem größten Wachstum sind die 5-Sterne-Betriebe mit einem Wachstum von 23 Prozent und mittlerweile 2.600 Betten. Auch im Trend ist der etwas eingebrochene Sektor der 1- und 2-Sterne-Betriebe.Nicht gastgewerbliche Betriebe holen aufImmer mehr Gäste entschließen sich, in einem nicht gastgewerblichen Betrieb abzusteigen. Zuwachs verzeichnen besonders die Campingplätze mit mittlerweile 256 Betten pro Betrieb. Unverändert beliebt sind Urlaub auf dem Bauernhof und Privatvermietungen mit jeweils 24.000 und 23.000 Nächtigungen.Im Sommer ist es schönerDie meisten Gäste kommen im Sommer: Hier wurden insgesamt 19,7 Millionen Nächtigungen gezählt. Dabei steigen 5,6 Millionen Gäste im Burggrafenamt ab und 5 Millionen im Pustertal. Auch im Winter entscheiden sich die Gäste für das Pustertal mit 4,5 Millionen Nächtigungen und Salten-Schlern mit 2,6 Millionen Nächtigungen.Großteil der Touristen aus Deutschland49,1 Prozent der Gäste – also 15,4 Millionen - kommen aus Deutschland. Diese Gruppe verzeichnet einen Zuwachs von 7,8 Prozent. Aber auch der italienische Gast kehrt nach Südtirol zurück mit einem Plus von 6 Prozent. Die meisten Gäste bleiben durchschnittlich 4,5 Tage lang.Burggrafenamt auf ExpansionskursDas Burggrafenamt hat sich aggressiv nach vorne gekämpft mit 5,6 Millionen Nächtigungen im Sommer und ist nun nach dem Pustertal auf Platz 2. Es ist das Hauptziel der Deutschen, die im vergangenen Sommer 4,1 Millionen Mal dort übernachtet haben. Auch die neue und wachsende Gruppe der Schweizer und niederländischen Gäste bevorzugen das Buggrafenamt.Kompatscher erfreut„Ich finde es ein bemerkenswertes Ergebnis, was die Südtiroler Tourismuswirtschaft wieder geliefert hat“, reagierte Landeshauptmann Arno Kompatscher über die Daten zur Entwicklung im Tourismus.Es sei für eine nachhaltige Entwicklung Südtirols wichtig, das bestehende Angebot aufzuwerten, dabei aber mit Südtirols kostbaren Grund und Boden möglichst sensibel umzugehen. „Die Astat-Daten zeigen, dass sich Südtirol genau in diese Richtung bewegt“, so der Landeshauptmann weiter.wh/stol