Donnerstag, 17. November 2016

„Beobachten den Milchmarkt nicht ohne Sorge“

Die Situation in der Milchwirtschaft ist derzeit keine leichte, die Milchbauern stehen unter Druck. Dies war Anlass für eine Aussprache zwischen der Landespolitik und dem Südtiroler Sennereiverband.

Die Spitze des Sennereiverbandes ist sich sicher: Es braucht weitere Spezialisierung, um die aktuelle Marktstellung halten zu können.
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Die Spitze des Sennereiverbandes ist sich sicher: Es braucht weitere Spezialisierung, um die aktuelle Marktstellung halten zu können. - Foto: © D

Die Milchwirtschaft sei grundlegend für den Erhalt der Südtiroler Berglandwirtschaft, daher beobachte man den Milchmarkt sehr genau und nicht ohne Sorge. „Die Südtiroler Sennereigenossenschaften haben sich gemeinsam eine sehr gute Stellung am Markt erarbeitet, weshalb es auch unter schwierigen Marktbedingungen möglich ist, den Auszahlungspreis für die Mitglieder vergleichsweise hoch zu halten", sagte Landeshauptmann Arno Kompatscher.

Trotz rückgängigen Marktes hätten es die Südtiroler Genossenschaften geschafft den Absatz zu steigern. Es brauche jedoch einer weiteren Spezialisierung, um die aktuelle Marktstellung halten zu können, sagte der Sennereiverbands-Obmann Joachim Reinalter und Direktorin Annemarie Kaser.

In der aktuellen europäischen Förderperiode 2014 bis 2020 stehen rund 20 Millionen Euro für die Investition in die landwirtschaftlichen Verarbeitungsbetriebe bereit. Die Kleingenossenschaften können weiterhin um Landesförderung ansuchen, ab heuer steht zusätzlich rund eine Million Euro als Ausgleich für Milchtransportkosten zur Verfügung. „Wir sind zuversichtlich, mit diesem Paket einen wichtigen Anstoß geben zu können, um die Verarbeitungsquote und die Wertschöpfung weiter zu steigern“, so  Landwirtschaftslandesrat Arnold Schuler.

stol