Mittwoch, 28. Februar 2018

Beratungsring: Bauern mit Qualität sehr zufrieden

Der Südtiroler Beratungsring steht als wichtiger Partner an der Seite der Obst- und Wein-bauern: Zum 60-jährigen Jubiläum startete der Südtiroler Beratungsring für Obst- und Weinbau daher eine breite Mitgliederbefragung, um die Qualität und die Kundenzufriedenheit zu den angebotenen Dienstleistungen zu überprüfen.

Die Bauern sind mit den Dienstleistungen des Südtiroler Beratungsrings sehr zufrieden. - Foto: Beratungsring
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Die Bauern sind mit den Dienstleistungen des Südtiroler Beratungsrings sehr zufrieden. - Foto: Beratungsring

„Mit überaus guten Ergebnissen“, berichteten Obmann Manuel Santer und Ringkoordinator Robert Wiedmer bei der Generalversammlung am Mittwoch in Nals. Die Begleitung der Bauern und immer mehr Nachhaltigkeit im Anbau steht auch in Zukunft auf dem Programm.

Beratungring gestaltet seit 60 Jahren die Landwirtschaft mit

Mit fast 6.000 Mitgliedern, welche insgesamt rund 22.000 Hektar Fläche bearbeiten, ist der Südtiroler Beratungsring für Obst- und Weinbau in den 60 Jahren seines Bestehens zu einer Organisation herangewachsen, die federführend die Landwirtschaft in Südtirol mitgestaltet. Seine Struktur und kapillare Arbeitsweise gilt international als Vorbild.

Die Berater sind direkte Ansprechpartner der Bauern vor Ort und darüber hinaus gibt es auch breite Grundlageninformation über neue Erkenntnisse und Techniken, die für die Bauern wichtig sind. Der Beratungsring betreut den Anbau von Äpfeln, Marillen, Kirschen und Wein sowohl im integrierten wie im biologischen Anbau.

Breitangelegte Mitgliederbefragung

„Wir bieten mittlerweile eine derart breite Palette an Information, Schulungen und anderen Leistungen an, dass wir es als wichtig erachteten, die Nutzung durch unsere Mitglieder zu überprüfen: Was wird gut angenommen, was ist hilfreich, was ist möglicherweise überholt und wie sinnvoll sind Materialien auf Papier, wenn wir zugleich immer mehr digitale Information zur Verfügung stellen?“ erklärte Obmann Manuel Santer die Beweggründe zu einer breitangelegten Mitgliederbefragung im Zeitraum November/Dezember 2017.

Obmann Manuel Santer am Mittwoch bei der Generalversammlung. - Foto: Beratungsring

Hohe Beteiligungsquote, hohe Zufriedenheit

Die repräsentative Befragung unter fast 1.300 nach Zufallsprinzip ausgewählten Mitgliedern ergab eine hohe Beteiligungsquote von deutlich mehr als der Hälfte. „Diese hohe Beteiligung unterstreicht, wie wichtig die Arbeit des Beratungsringes bei unseren Mitgliedern angesehen wird“, betonte Ringkoordinator Robert Wiedmer.

Auch die Auswertung ergab sehr zufriedenstellende Ergebnisse: „Unsere Kernleistungen sind Rundschreiben, Leitfäden, Warndienste und verschiedene Formen der persönlichen Beratung: Sie werden von fast allen Mitgliedern viel genutzt und als sehr wichtig erachtet“, so Wiedmer.

Die Zufriedenheit mit diesen Diensten liegt bei einem Wert von mehr als 8 auf der Skala von 0 bis 10.

Berater sehr geschätzt

Besonders geschätzt wird die Arbeit der Berater, die sich durchwegs als kundenorientiert, kompetent, professionell und als vertraut mit den örtlichen Gegebenenheiten erweisen. Wiedmer: „Eine große Herausforderung erwächst uns aus der zunehmenden Vielfalt der Kulturarten und Betriebsweisen unter den Mitgliedern: Äpfel, Weinbau, Steinobst, integrierter und biologischer Anbau, Hobbybauern und größere Betriebe – sie alle brauchen individuell passende Beratung.“

Sehr gut genutzt werden auch die digitalen Dienstleistungen: Rund 1.400 Bauern informieren sich mittlerweile über die Beratungsring-App; immerhin 750 nutzen das Online-Betriebsheft. Auch das Kursangebot erfreut sich großer Beliebtheit; darunter finden sich Kurse für Baumschnitt, Umveredeln von Apfelbäumen, Bewässerung, Peronospora, Online-Betriebsheft. Insgesamt 410 Teilnehmer besuchten im Vorjahr die verschiedenen Kurse.

Außergewöhnliche Wetterereignisse 2017

Das vergangene Jahr war geprägt von außergewöhnlichen Wetterereignissen wie Frost, Starkregen und Hagel, aber auch durch das wieder verstärkte Aufkommen der gefährlichen Pflanzenkrankheit Feuerbrand, berichtete Ringkoordinator Wiedmer.

Für das bevorstehende Anbaujahr stehen einige Schwerpunkte an, die den Bauern in ihrem Bemühen um immer mehr Nachhaltigkeit von Nutzen sind: Dazu gehören die verstärkte Beratung der Bio-Bauern im Bereich Ökologisierung sowie einige Projekte im Bereich Bewässerung: „Es geht darum, den Wasserbedarf der Pflanzen möglichst punktgenau zu treffen und die Qualität der Früchte und Trauben zu erhöhen", so Santer.

Ehrung

Für seine 25-jährige Mitarbeit wurde schließlich Bernhard Torggler geehrt: „Bernhard Torggler ist ein treuer und kompetenter langjähriger Mitarbeiter, der bei den Bauern besonders für seine fachliche Kompetenz geschätzt wird“, so Santer in seiner Laudatio.

stol

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