Mittwoch, 20. Mai 2015

Bericht: EZB erhöht Notkredite für Griechenland

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat Kreisen zufolge die Notkredite für griechische Banken deutlich weniger als zuletzt aufgestockt.

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Die EZB habe die sogenannten Ela-Kredite („Emergency Liquidity Assistance“) auf 80,2 Milliarden Euro erhöht, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg am Mittwoch unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen.

Damit stünden den Instituten 0,2 Milliarden Euro mehr als zuvor zur Verfügung. In der vergangenen Woche waren die Kredite noch um 1,1 Milliarden Euro aufgestockt worden.
Laut dem Bericht haben die griechischen Banken noch einen Puffer von 3,0 Milliarden Euro, bis die Ela-Höchstgrenze erreicht ist.

Die griechischen Banken leiden unter Mittelabflüssen in Milliardenhöhe. Bürger und Unternehmen räumen wegen der ungewissen Zukunft des von der Pleite bedrohten Landes ihre Konten leer. Auch das Treffen der Finanzminister der Eurozone am Montag brachte keinen Durchbruch im Schuldenstreit.

Bereits seit dem 11. Februar können sich griechische Banken nicht mehr direkt bei der EZB frisches Geld besorgen. Die Institute sind daher auf die teureren Notkredite angewiesen, die die griechische Zentralbank vergibt. Deren Umfang muss aber von der EZB genehmigt werden. Die EZB will die Kredite jedoch nur weiter leisten, falls es zu Fortschritten in den Verhandlungen mit Griechenland kommt.

dpa

stol