Montag, 29. Januar 2018

Berichte: Auch Menschen wurden Abgastests ausgesetzt

Im Abgasskandal soll es nicht nur Tests mit Affen, sondern auch mit Menschen gegeben haben. Das geht aus einem Report der Vereinigung EUGT hervor, über den „Stuttgarter Zeitung“ (Montag) und „Süddeutsche Zeitung“ berichten. Mehr als drei Jahre nach Beginn des Skandals kommen damit immer neue Details ans Licht.

Foto: © APA/DPA

Den Berichten zufolge soll die von den Konzernen VW, Daimler und BMW 2007 gegründete Europäische Forschungsvereinigung für Umwelt und Gesundheit im Transportsektor (EUGT) eine „Kurzzeit-Inhalationsstudie mit Stickstoffdioxid bei gesunden Menschen gefördert“ haben. Dabei seien an einem Institut des Universitätsklinikums Aachen 25 Personen untersucht worden, nachdem sie jeweils über mehrere Stunden Stickoxid in unterschiedlichen Konzentrationen eingeatmet hätten.

Zuvor hatten Tierversuche beim Test von Dieselabgasen breite Empörung ausgelöst. Dabei waren im Jahr 2014 Affen gezielt Schadstoffen ausgesetzt worden. Die Tierversuche waren durch US-Ermittlungen zur VW-Abgasaffäre bekanntgeworden. Ziel soll gewesen sein, eine Studie der Weltgesundheitsorganisation zu kontern, die Dieselabgase 2012 als krebserregend eingestuft hatte.

dpa

stol