Dabei schnitt vor allem die „RTL“-Sendergruppe dank guter Werbemärkte quer durch Europa besser ab als erwartet. Deren Macher hatten angesichts der vergangenen Fußball-EM und Olympia, die bei der Konkurrenz liefen, eigentlich mit einem schwächeren 2. Quartal gerechnet. Auch der Dienstleister „Arvato“ steigerte seine Rendite stark und selbst das althergebrachte Druckgeschäft lief einträglicher.Zufrieden mit den ersten Halbjahr„Wir sind mit der positiven Entwicklung in den ersten 6 Monaten des laufenden Jahres, an der alle Unternehmensbereiche ihren Anteil haben, sehr zufrieden“, lobte Bertelsmann-Chef Thomas Rabe.„Das beste operative Ergebnis der Bertelsmann-Geschichte, die hohe Profitabilität unserer Geschäfte sowie ein deutlich verbessertes Konzernergebnis von knapp einer halben Milliarde Euro stimmen uns zuversichtlich für das Gesamtjahr.“ Finanzvorstand Bernd Hirsch sagte für 2016 einen Milliardengewinn voraus.Klassisches Verlagsgeschäft rückläufigIm zukunftsträchtigen Geschäft mit Bildungsangeboten schnitten die Deutschen zuletzt allerdings schlechter ab. Der operative Verlust des Bereiches weitete sich trotz steigender Umsätze auf 13 Millionen Euro aus. Im Start-up-Segment „Bertelsmann Investments“ zahlten sich Verkäufe aus Beteiligungen aus, wie der Konzern erklärte. Operativ (Ebitda) kommt die Sparte in den ersten 6 Monaten auf einen Gewinn von 2 Millionen Euro.Rückläufig entwickelte sich das klassische Verlagsgeschäft. Sowohl der Buchriese „Penguin Random House“ als auch der Zeitschriftenverlag „Gruner & Jahr“ verbuchten im ersten Halbjahr Einbußen bei Umsatz und Betriebsergebnis.apa/reuters