Laut Daten des Landesstatistikamtes Astat ist das reale Bruttoinlandsprodukt um 0,7 Prozent geschrumpft.„Südtirol liegt als kleine Volkswirtschaft zwischen zwei Wirtschaftsräumen, die von sehr unterschiedlichen Dynamiken geprägt werden: Italien im Süden und Deutschland sowie Österreich im Norden.“ Die Daten würden laut Astat darauf hindeuten, dass der Einfluss der italienischen Konjunktur auf das Südtiroler Wirtschaftswachstum generell etwas deutlicher ausgeprägt sei als die Einflüsse aus den Gebieten jenseits des Brenners. „Dennoch vermochte sich Südtirol bisher gut gegen die stärksten Auswirkungen der italienischen Rezession abzuschirmen und die eigene solide Wirtschaftsstruktur weitgehend beizubehalten.“ Wachstumsprognosen schwierigDie Gegenüberstellung der BIP-Schätzung 2012 mit den realen Werten des Vorkrisenjahres 2007 zeigt, dass Südtirol die Erholung im Jahr 2011 (plus 0,3 Prozent im Vergleich zu 2007) nicht beibehalten konnte und durch die leichte Rezession knapp unter Vorkrisenniveau gerutscht ist (minus 0,4 Prozent im Vergleich zu 2007).Eine deutliche Erholung zeigen Österreich (plus 3,1 Prozent) und Deutschland (plus 3,6 Prozent), während Italien sich noch mehr vom Vorkrisenniveau entfernt (minus 6,9 Prozent).In der aktuellen, von Unsicherheit gekennzeichneten Situation ist es nach Einschätzung des Astat besonders schwierig, Wachstumsprognosen zum laufenden Jahr zu erstellen. „Weiteres schwieriges Jahr für Südtiroler Wirtschaft“Eurostat prognostiziert für 2013 einen Rückgang des BIP im Euroraum von 0,3 Prozent. Für Italien wird ein Rückgang von 1,0 Prozent erwartet. Deutschland und Österreich hingegen werden wachsen, aber nur in geringem Ausmaß.„Nach unseren Prognosen des die Südtiroler Wirtschaft ein weiteres schwieriges Jahr erleben. Die Entwicklung des BIP wird von einem Nullwachstum oder einem geringfügigen Rückgang gekennzeichnet sein (minus 0,2 Prozent).“ Erst 2014 erwarte man wieder ein Plus.