Einige Investoren protestierten am Dienstag vor dem Gebäude und forderten Auskunft über den Verbleib ihrer Anlagen. „Ich bin sehr verärgert“, sagte Kolin Burgers, der in der Spitze Bitcoins im Wert von 300.000 Dollar (218.420 Euro) bei Mt. Gox im Depot hatte. „Das ist wohl alles weg.“ Bei der Börse war niemand für eine Stellungnahme zu erreichen. Auch Gründer und Vorstandschef Mark Karpeles war nicht aufzufinden: Der Portier seiner Privatwohnung konnte ihn nicht erreichen, aus dem Briefkasten quoll die Post.Damit verliert die Cyper-Währung, die man an den Bitcoin-Börsen in reales Geld eintauschen kann, erneut an Vertrauen: Im Januar waren in den USA zwei Organisatoren solcher Handelsplattformen wegen des Verdachts auf Geldwäsche festgenommen worden.Nun herrscht völlige Unklarheit über die Zukunft von Mt. Gox, die 2010 gegründet wurde und damit eine der ältesten Bitcoin-Börsen ist. Anfang Februar hatte das Unternehmen alle Konten wegen „ungewöhnlicher Aktivitäten“ bis auf weiteres gesperrt. Nutzer hatten schon länger Sicherheitslücken in den Systemen bemängelt. Am Sonntag war Karpeles als Vorstand der Handelsorganisation Bitcoin Foundation zurückgetreten. Die Turbulenzen hatten auch Auswirkungen auf den Wert der Cyber-Währung: Der Kurs, der von Börse zu Börse stark variiert, brach bei Mt. Gox seit Anfang Februar um mehr als 80 Prozent auf 135 Dollar ein.apa/reuters