Die Jugendarbeitslosigkeit nimmt in Italien noch nicht gekannte Ausmaße an: 22,1 Prozent der 15- bis 29-jährigen Italiener haben laut Istat-Studie keine Arbeit. Damit reiht sich Italien am hinteren Ende der EU-Staaten ein, noch höher ist die Jugendarbeitslosigkeit nur in Bulgarien mit knapp 24 Prozent. Südtirol kann sich bei derart hohen Arbeitslosenquoten noch als Insel der Seligen fühlen: Mit 9,9 Prozent beschäftigungslosen Jugendlichen führt unser Land die italienische Rangliste deutlich vor Trient (13,8 Prozent), Aosta (14,1 Prozent) und Friaul-Julisch Venetien (14,1 Prozent) an und liegt im europäischen Vergleich etwa gleichauf mit Deutschland und Österreich. Man dürfe sich aber nicht auf den Lorbeeren ausruhen, sondern müsse mit Projekten wie etwa dem Technologiepark die Weichen für die Zukunft stellen. Südtirol müsse sich für die Zukunft rüsten, so Bizzo. „Die Berufsbildung hat sich als Erfolgsmodell bestätigt und wird auch weiterhin ausgesprochen wichtig für unsere Wirtschaft sein. Darüber hinaus müssen wir es künftig schaffen, vermehrt hochqualifizierte Arbeitsplätze anzubieten. Derzeit gibt es für die Hochqualifizierten noch zu wenige Arbeitsplätze. Projekte wie der Technologiepark sind gerade aus diesem Blickwinkel wichtig für den Südtiroler Arbeitsmarkt. Wir müssen es schaffen, die auf Innovation ausgerichteten Unternehmen mit den Forschungseinrichtungen zu verknüpfen, dann wird sich die Jugendarbeitslosigkeit auch in Zukunft in Grenzen halten.“