Donnerstag, 26. November 2020

Black Friday – Cyber Monday: Die Rabattschlacht in Coronazeiten

In Coronazeiten werden wohl noch mehr Verbraucher auf die Angebote zum Black Friday (27. November) und Cyber Monday (30. November) zurückgreifen. Doch gerade beim Internetkauf kann einiges schiefgehen. Das europäische Verbraucherzentrum erklärt, was beim Onlinekauf unbedingt zu beachten ist.

In Zeiten von Corona boomt der Onlinehandel.
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In Zeiten von Corona boomt der Onlinehandel. - Foto: © APA/afp / GABRIEL BOUYS
Aufgrund der hohen Coronazahlen sind die Geschäfte vor Ort bis auf wenige Ausnahmen geschlossen. Auch deshalb werden in diesem Herbst noch mehr Verbraucher den Black Friday oder Cyber Monday zum online shoppen nutzen. Denn tatsächlich lässt sich am Black Friday und Cyber Monday einiges an Geld sparen.




„Dabei sollten die Verbraucher weder jegliche Vorsicht über Bord werfen, noch das Thema Nachhaltigkeit und Regionalität gänzlich außer Acht lassen“, mahnt Isolde Brunner, E-Commerce-Expertin im Europäischen Verbraucherzentrum Italien.

„In den Städten und Dörfern bieten zahlreiche Händler Lieferungen nach Hause an. Wenn VerbraucherInnen lokal kaufen, unterstützen sie in dieser Krisenzeit damit nicht nur die lokalen Anbieter, sie tun auch der Umwelt etwas Gutes“, erklärt Gunde Bauhofer, Geschäftsführerin der Verbraucherzentrale Südtirol.

„Bereits seit Jahren mahnen wir zu mehr Vorsicht bei Online-Käufen, denn die Betrüger im Netz erfinden ständig neue Fallen. Die Zahlen unserer Beratungstätigkeit in diesem Bereich zeigen aber, dass es immer noch Informationsbedarf gibt“, berichtet Isolde Brunner vom EVZ.

Damit Verbraucher beim Onlinekauf nicht baden gehen, sollten sie folgende Tipps des EVZ vor bzw. nach dem Kauf berücksichtigen:

Vor dem Kauf

Überprüfen Sie die Internetseite: Ist ein Impressum vorhanden? Enthalten die allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) ausreichend Informationen?

Vergleichen Sie die Preise: Vorsicht bei allzu günstigen Angeboten!

Lassen Sie keinen Kaufdruck aufkommen.

Wählen Sie eine möglichst sichere Zahlungsmethode wie etwa die Kreditkarte oder Paypal. Von Banküberweisungen ist abzuraten.

Lesen Sie Online-Bewertungen.

Konsultieren Sie die Internetseite des österreichischen Internetombudsmanns: Dort finden Sie eine lange Liste zu betrügerischen Online-Shops.


Nach dem Kauf

Überprüfen Sie die gelieferte Ware sofort. Reklamieren Sie bei Problemen umgehend schriftlich beim Händler.

Dokumentieren Sie Schäden mit Fotos und Videos.

Vergessen Sie nicht, dass Sie ein Rücktrittsrecht haben.


Detaillierte Informationen finden Sie auf der Website des europäischen Verbraucherzentrums.

Ist bei Ihrem Online-Kauf etwas schiefgegangen, können Sie sich kostenlos an das Europäische Verbraucherzentrum in Bozen wenden: E-Mail: [email protected], Tel. 0471 980939.

EVZ: Instrument zur Beilegung von Streitigkeiten bei Online-Käufen

Das Europäische Verbraucherzentrum Italien ist auch die nationale Kontaktstelle der ODR-Plattform: Es handelt sich um eine interaktive Webseite, die in allen EU-Sprachen verfügbar ist, und die den Verbrauchern von der EU als Instrument zur Beilegung von Streitigkeiten bei Online-Käufen in Italien oder anderen EU-Mitgliedstaaten zur Verfügung gestellt wird.

Dieses für die Verbraucher völlig kostenlose Instrument soll die Verbraucher dazu ermutigen, ihre Rechte gegenüber Händlern zu kennen und durchzusetzen, indem es eine gütliche und damit außergerichtliche Beilegung der Streitigkeiten fördert, die Kosten eliminiert und die Dauer im Vergleich zu einer gerichtlichen Auseinandersetzung verkürzt.

Zudem besteht die Möglichkeit eines Schlichtungsverfahrens mit dem von der Verbraucherzentrale (VZS) eingerichteten Schlichtungsorgan Onlineschlichter.it. Besuchen Sie das Onlineportal, um das kostenlose Online-Schlichtungsverfahren zur außergerichtlichen Beilegung von Verbraucherstreitigkeiten aus dem Online-Kauf von Waren und Dienstleistungen zu nutzen.


stol