Der Blackberry-Anbieter Research in Motion (RIM) will wieder auf die Beine kommen, und ein neues Betriebssystem samt zugehöriger Geräte soll den Weg weisen. Der einst beliebte Smartphone-Pionier kam ins Straucheln, weil er nicht schnell genug auf die Umwälzungen am Handymarkt reagierte. Apple und vor allem Samsung zogen mit schicken Touchscreen-Telefonen vorbei. Im dritten Quartal 2012 lag der Marktanteil von Blackberry nur noch bei 2,1 Prozent, wie die Marktforschungsfirma Gartner errechnete.Das neue Betriebssystem Blackberry 10 – bereits um viele Monate verzögert – soll die Wende bringen. Glaubt man Peter Mayer, dem Chefredakteur der österreichischen Computer-Webseite „Telekom Presse“ stehen die Chancen gut. Mayer hat das neue Blackberry-Handy bereits getestet und ist davon ebenso begeistert wie von der Entwicklerversion des Betriebssystems. „Was die Software anbelangt, hat RIM einen extrem guten Job gemacht“, sagte er der dpa. Sie laufe flüssig, das Handy sei einfach zu bedienen und reagiere schnell. Er lobte die Nachrichtenzentrale, die SMS, Facebook-Nachrichten und Spielemeldungen sammelt.Das Betriebssystem erlaubt zudem getrennte Bereiche für private und berufliche Nutzung. So können Unternehmen ihren Mitarbeitern Zugriff auf Firmen-E-Mails und interne Unterlagen geben, ohne dass diese mit privaten Nachrichten vermischt werden. Der Geschäftsbereich sei mit einer Passwort-Eingabe geschützt, berichtet Mayer. „Für Unternehmen ist das natürlich hochinteressant“, sagt er. „Mein Gesamteindruck ist, dass RIM hier ein absolut konkurrenzfähiges Gerät geschaffen hat.“dpa