Samstag, 06. April 2019

Bleibt Italien „der kranke Mann“ Europas?

Italien stagniert seit Jahrzehnten, was die Produktivität anbelangt, sagt Stefan Franz Schubert, Wirtschaftsprofessor an der Freien Universität Bozen. Werde diesbezüglich nichts unternommen, verschärfe sich die Situation und Italien bleibt „der kranke Mann“ Europas.

Stefan Franz Schubert, Wirtschaftsprofessor an der Freien Universität Bozen. - Foto: D/Uni Bozen
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Stefan Franz Schubert, Wirtschaftsprofessor an der Freien Universität Bozen. - Foto: D/Uni Bozen

„Dolomiten“: EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker meinte, Italien hinke den anderen EU-Mitgliedsstaaten 20 Jahre hinterher. Eine vernichtende Diagnose…

Stefan Franz Schubert: Italien leidet unter der, wie ich immer sage, italienischen Krankheit.

„D“: Die da wäre?

Schubert: Die mangelnde Produktivität. Italien ist so produktiv wie 1995. Es hat sich diesbezüglich also fast 25 Jahre lang nichts getan. Italien stagniert seit Jahrzehnten, was die Produktivität anbelangt.

„D“: Was müsste Ihrer Meinung nach dringend getan werden, um gegenüber den anderen EU-Staaten Boden gut zu machen?

Schubert: Italien bräuchte eine umfassende Reform des Arbeitsmarktes, man müsste den Arbeitsmarkt flexibilisieren und liberalisieren. Zudem müsste man die überbordende Bürokratie nicht nur dringend abbauen, sondern auch effizienter machen.

Interview: Arnold Sorg 

Das vollständige Interview und alle Hintergründe gibt es in der aktuellen Ausgabe des Tagblatts "Dolomiten".

stol