<b>Von Alois Vahrner</b><BR /><BR /> Zuletzt segelte der Landes-Energieversorger in äußerst unruhigem Fahrwasser, es hagelte von Arbeiterkammer (AK) und Politik Kritik vor allem an den Preisen. Nach einem Urteil einigte man sich mit der AK auf Preissenkungen, insgesamt fließen bis zu 60 Mio. Euro im Rahmen eines Stromkosten-Entlastungspaketes an die Kunden zurück. <BR /><BR />Im Juli wird der Strompreis auf 11,8 Cent netto (14,16 Cent brutto) je Kilowattstunde gesenkt, mit 1. Jänner 2025 dann voraussichtlich ein weiteres Mal auf unter 10 Cent. <BR /><BR />Zum Vergleich: Laut Auskunft der Verbraucherzentrale liegt der aktuelle Preis am geschützten Markt (Preis festgelegt von ARERA für das 2. Trim. 2024) bei 20,24 Euro brutto für 2700 kWh Verbrauch und 3 kW Leistung. „Die Preise am freien Markt unterscheiden sich je nach Anbieter“, erklärt Gunde Bauhofer von der Verbraucherzentrale auf Anfrage.<BR /><BR />Gute Nachricht gibt es auch für die Nordtiroler Gasabnehmer. Mit 1. Juli wird die Tochter Tigas den Gaspreis senken. Die weitere Entwicklung ist aber laut Tiwag-Vorstandsvorsitzendem Erich Entstrasser wegen der Unsicherheiten am europäischen Markt um Russen-Gas (keines in Tirol) und dem Gas-Transit durch die Ukraine offen.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1035444_image" /></div> <BR /><BR />Wegen des Preisverfalls sei im Vorjahr der Tiwag-Konzernumsatz deutlich von über 3 auf knapp 2,5 Mrd. Euro geschrumpft. Das Konzernergebnis vor Steuern fiel von 212 auf 195 Mio. Euro. An den 100-Prozent-Eigentümer Land wird trotzdem eine von zuletzt 30 auf 50,5 Mio. Euro kräftig erhöhte Dividende ausbezahlt.<h3> Kräftige Investitionen</h3>Trotz Rückzahlung, Preissenkung und erhöhter Dividende werde man die massiven Investitionen in die Energie- und Klimawende fortsetzen, sagen Entstrasser und Aufsichtsrats-Chef Eduard Wallnöfer. Im Vorjahr wurden 350 Mio. Euro investiert, heuer seien 570 Mio. Euro geplant, was der Tiroler Wertschöpfung stark zugutekomme. Neben den laufenden Projekten im Kühtai und in Osttirol werde man in den kommenden Jahren 700 Mio. Euro in den Netzausbau investieren. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1035447_image" /></div> <BR /><BR />Ein dreistelliger Millionenbetrag fließe auch in den Ausbau der Fotovoltaik und der regionalen Fernwärme. Zur Finanzierung muss die Tiwag 800 Mio. Euro an den Finanzmärkten aufnehmen. Bis zum Jahr 2040 wolle die Tiwag insgesamt 9 Mrd. Euro in die Klimawende investieren.